Freitag, 23. Februar 2018

Flughafen Berlin: Kosten steigen über 7 Milliarden Euro

Die Kosten für den neuen deutschen Hauptstadtflughafen bei Berlin steigen voraussichtlich auf mehr als 7 Milliarden Euro. Nach dem Businessplan der Betreiber seien 770 Millionen Euro zusätzlich notwendig, berichtete der Sender RBB am Freitag.

Die Eröffnung des neuen Flughafens ist auf 2020 verschoben worden.
Die Eröffnung des neuen Flughafens ist auf 2020 verschoben worden. - Foto: © shutterstock

Damit würden die Kosten für den drittgrößten deutschen Flughafen BER knapp 7,3 Milliarden Euro erreichen – beim Spatenstich 2006 war von 2 Milliarden Euro die Rede gewesen. Fehlplanungen, Verzögerungen, Baumängel und Erweiterungen des Baus treiben seither jedoch die Kosten in die Höhe.

Eröffnung von 2018 auf 2020 verschoben 

Ein Unternehmenssprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern und verwies auf die Aufsichtsratssitzung am Freitag nächster Woche. Dass sich weitere Mehrkosten ergeben würden, war klar, seit die Eröffnung des Flughafens im Dezember ein weiteres Mal verschoben wurde – dieses Mal von 2018 auf 2020. Ursprünglich sollten im neuen Terminal in Schönefeld 2011 die ersten Passagiere einchecken.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte im Jänner erklärt, für das Terminal würden 300 bis 400 Millionen Euro benötigt. Zudem sei Geld nötig, um Kredite zu tilgen und Zinsen zu zahlen. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen 140 Millionen Euro für den Schuldendienst aufbringen müssen.

apa

stol