Die Erreichbarkeit und die internationale Anbindung seien wesentliche Standortfaktoren einer jeden Wirtschaftsregion, dies gelte auch für Südtirol. Wenn man bedenke, dass unser Land in Punkto Erreichbarkeit bereits heute im Vergleich zu benachbarten Regionen stark zurückfalle, was von unabhängigen Studien belegt werde, müsse Südtirol darauf achten, mit der Entwicklung Schritt zu halten. „Eine gute Erreichbarkeit Südtirols ist nicht nur aus Standort- und Wettbewerbsgesichtspunkten für die Wirtschaft wichtig“, unterstreicht der Handelskammerpräsident. Eine gute internationale Anbindung sei auch aus wissenschaftlicher, kultureller und sportlicher Sicht notwendig.So seien z.B. sowohl die Universität Bozen als auch die Europäische Akademie international ausgerichtet und Kultur- und Naturgüter wie die Dolomiten oder der Ötzi müssten aus aller Welt erreichbar sein.„Nun ist es erforderlich, um die Konzession für die Führung des Bozner Flughafens zu behalten, der ENAC einen Flughafen-Entwicklungsplan vorzulegen. Von diesem und den damit verbundenen Sicherheitsauflagen wird es abhängen, wer in Zukunft den Flughafen Bozen anfliegen kann“, so Ebner.In der Mediation seien über Monate die Argumente für und gegen den Flughafen vorgetragen und debattiert worden. Eine mehrheitliche Meinung sei dabei nicht hervorgegangen. Angesichts dieser Tatsache wurde das Verfahren mit der Erklärung des Landeshauptmanns beendet, dass man sich zunächst beschränken würde, den Flughafen den Sicherheitsbestimmungen anzupassen und daraufhin in den nächsten Jahren sehen werde, welche Entscheidungen für die Zukunft zu treffen sind.„Wenn man einerseits die Bedenken der Flughafengegner durchaus ernst nimmt, sollten diese im Sinne eines besseren Demokratieverständnisses nicht verdrängen, dass sich anlässlich des Referendums im Oktober 2009 nur 31 Prozent der wahlberechtigten Südtiroler gegen die Finanzierung des Flughafens ausgesprochen haben“, so Ebner.Wenn es jetzt darum gehe, den Flughafen-Entwicklungsplan für die nächsten zwanzig Jahre vorzulegen, müssten aber nicht nur die Sicherheitsbestimmungen erfüllt werden, sondern auch die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten vorgesehen werden, betont er. Dabei sei zu beachten, dass der Bozner Flughafen aufgrund seiner orografischen Situation auch in Zukunft ein kleiner Provinzflughafen bleiben werde. Aber: „Wir dürfen uns nicht darüber hinaus, durch halbherzige Entscheidungen, jede zukünftige Anpassungsmöglichkeit verbauen“, mahnt Handelskammerpräsident Ebner.