Mittwoch, 15. Januar 2020

Flughafen Innsbruck mit leichtem Passagierplus

Der Flughafen Innsbruck hat im Vorjahr 1.144.471 Passagiere abgefertigt. Das entspricht einem leichten Plus von rund 25.000 Passagieren bzw. 2,2 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Angesichts der Herausforderungen des Jahres 2019 mit den Insolvenzen von Thomas Cook und Germania zeigte man sich seitens des Flughafens mit den Zahlen sehr zufrieden.

Flughafen Innsbruck.
Flughafen Innsbruck. - Foto: © shutterstock

„Passagierzuwächse sehen wir natürlich gerne“, meinte Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta am Mittwoch in einer Aussendung. Allerdings setze man auf nachhaltiges Wachstum und nicht auf Zuwächse um jeden Preis. Das Jahr 2020 soll im Zeichnen von Planungen für das „größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Flughafens“ stehen.

Thomas Cook Airlines war mit sechs wöchentlichen Flügen im Winter und über 35.000 Passagieren der sechst wichtigste Airline-Partner am Flughafen Innsbruck. Erst kurz vor Beginn der laufenden Wintersaison habe man die durch die Insolvenz entstandenen offenen Slots neu vergeben können. Neben der TUI UK konnten unter anderem auch zwei neue Airlines gewonnen werden: die britische Fluglinie jet2.com sowie die skandinavische Norwegian.

Die Flugbewegungen im Linien- und Charterverkehr stagnierten gegenüber dem Vorjahr bei einem geringen Plus von 0,7 Prozent bei 12.106 Bewegungen (plus 83 Bewegungen). Der Ersatz von kleineren Flugzeugen durch modernere und tendenziell größere Flugzeuge sowie höhere Auslastungen hätten sich ausgleichend auf die Entwicklung der Flugbewegungen ausgewirkt.

Im Dezember 2019 wurde ein Investitionsprogramm durch die Eigentümer (Innsbrucker Kommunalbetriebe, Stadt Innsbruck und Land Tirol) und die zuständigen Aufsichtsgremien beschlossen. Demnach soll von September bis Oktober 2021 – inklusive einer vierwöchigen Flughafensperre – die Generalsanierung der Piste durchgeführt werden. Die Investitionssumme beträgt rund 25 Millionen Euro.

Zudem ist der Neubau des zentralen Flughafenterminals und des Ankunftsbereichs mit einem Investitionsvolumen von rund 90 Millionen Euro geplant. Noch im ersten Halbjahr 2020 soll ein Architekturwettbewerb starten. Im Idealfall könnte dann frühestens 2023 mit dem Bau begonnen werden. Die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes wäre dann für 2026 geplant.

apa