Donnerstag, 10. März 2016

Flughafen Venedig will mit neuen Infrastrukturen wachsen

Der Flughafen von Venedig „Marco Polo“ will mit intermodalen Infrastrukturen wachsen. Ein Abkommen ist jetzt für die Planung einer Bahnverbindung unterzeichnet worden, die den Airport mit der Bahnstrecke Venedig-Triest verbinden soll.

Foto: © APA/AP

Das Abkommen wurde von Enrico Marchi, Präsident der Betreibergesellschaft des Flughafens Venedig SAVE, und von Maurizio Gentile, CEO der Infrastrukturtochter der italienischen Staatsbahnen RFI, unterschrieben. Für die Planungsarbeiten sind Kosten in Höhe von 14 Millionen Euro vorgesehen, hieß es in einer Presseaussendung.

Das Projekt soll der EU für Finanzierungen im Rahmen des Programms „Connecting Europe Facility“ (CEF) vorgelegt werden, mit dem die Verbindungen zu strategischen Flughäfen mit starkem Passagierzuwachs gefördert werden soll. Die Planungsarbeiten sollen bis Dezember abgeschlossen werden. Bis Juni 2024 soll der Bahnanschluss eingeweiht werden.

Anschluss an Bahnnetz für Qualitätssprung 

„Der Anschluss an das Bahnnetz wird für den Flughafen einen Qualitätssprung bedeuten. Zugleich werden wir Kriterien des intermodalen Verkehrs erfüllen können, die den modernsten Standards entsprechen“, kommentierte SAVE-Präsident Marchi. Der Flughafen Venedig ist nach jenem von Rom Fiumicino und Mailand Malpensa der drittgrößte Airport Italiens.

Bahnverbindungen sind für die Regierung in Rom besonders wichtig. Diese will den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn finanzieren, die Rom Fiumicino mit Florenz, Bologna und Venedig verbinden soll.

Eine entsprechende Machbarkeitsstudie ist geplant. Damit soll es den Fluggästen aus dem Ausland ermöglicht werden, rascher in die Kulturstädte zu gelangen. 3 Mrd. Euro sollen investiert werden, um Rom Fiumicino, Mailand Malpensa und Venedig mit einer Hochgeschwindigkeitsbahn zu vernetzten.

apa/dpa

stol