Dienstag, 17. März 2020

Fluglinien wollen Passagierrechte einschränken

Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) will angesichts der Coronavirus-Pandemie die Passagierrechte einschränken. „Wir sind in einer der schlimmsten Krisen, die wir je hatten“, sagte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac am Dienstag am Sitz des Verbandes in Genf.

Die Luftfahrtbranche gerät in starke Turbulenzen.
Die Luftfahrtbranche gerät in starke Turbulenzen. - Foto: © APA/afp / JOHAN NILSSON
Die üblichen Rechte auf Erstattungen bei Flugstreichungen oder Verspätungen seien für die Airlines nun problematisch.

„Diese Vorschriften sind in so außergewöhnlichen Zeiten zu streng“, sagte de Juniac. „Es übersteigt völlig die Kapazität der Fluggesellschaften, diese Vorschriften einzuhalten.“

Nach Angaben der IATA haben 3/4 der Fluggesellschaften weltweit nur für 3 Monate Mittel, um fixe Kosten wie Darlehenszinsen zu bezahlen. Einkommensausfälle wegen drastisch zusammengestrichener Flüge stürzten die Unternehmen in eine beispiellose Krise. Viele seien ohne staatliche Hilfen in ihrer Existenz bedroht.

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zor