Dienstag, 05. November 2019

FlyingBelt von Leitner befördert 500 Tonnen Baumaterial pro Stunde

Leitner ropeways hat in Deutschland für die Errichtung von Deichanlagen einen FlyingBelt, also ein schwebendes Förderband, errichtet.

Der FlyingBelt kann bis zu 500 Tonnen Baumaterial pro Stunde transportieren.
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Der FlyingBelt kann bis zu 500 Tonnen Baumaterial pro Stunde transportieren. - Foto: © Rupert Oberhäuser

In der Region Haltern-Lippramsdorf und Marl nahe Dortmund baut die Firma Bunte derzeit Deichanlagen beiseits der Lippe, dem längsten Fluss in Westfalen.

Dabei traf man aufgrund der notwendigen Überquerung der Lippe die Entscheidung für eine neue Form der Fördertechnik.

Für die Beförderung von etwa 500 Tonnen Baumaterial pro Stunde hat Leitner ropeways hier einen AGUDIO FlyingBelt erbaut.

Der FlyingBelt überspannt den Fluss und sorgt damit für den effizienten Transport des notwendigen Baumaterials. Die Anlage ruht lediglich auf zwei 20 Meter hohen Stützen am Festland, wodurch das 80 Zentimeter breite Förderband über dem Fluss freischwebend verläuft.

Das für den Deichbau notwendige Bodenmaterial wird per Schiff über den Wesel-Datteln-Kanal angeliefert und anschließend mit Baustellenfahrzeugen über eine kurze Distanz zum FlyingBelt transportiert.

Von dort gelangt es „schwebend“ an das nördliche Ufer der Lippe, wo dann die weitere Verarbeitung erfolgt. Auf diesem Wege können über den 490 Meter langen Luftweg 500 Tonnen an Material pro Stunde befördert werden.

Dies entspricht einer Einsparung von 20 Lkw-Fahrten im gleichen Zeitraum, weshalb es beim Deichbauprojekt zu einer massiven Entlastung der Umwelt und der öffentlichen Straßen kommt. Das FlyingBelt Projekt an der Lippe hat 4 Millionen Euro gekostet.


Weitere AGUDIO FlyingBelts wurden in Pouzols (FR), Genua (IT) erbaut oder etwa in Barroso, Brasilien, wo der bisher längste FlyingBelt mit 7,2 km im Einsatz ist.

liz