Die Aussetzung der Förderbeiträge im Hotel- und Gastgewerbe und die weitere Vorgehensweise standen im Mittelpunkt der Vorstandssitzung, an der auch Tourismuslandesrat Hans Berger teilnahm. HGV-Präsident Walter Meister wies darauf hin, dass sich der Tourismus als wichtige Säule im Wirtschaftsgefüge Südtirols erwiesen habe und dass es deshalb angebracht sei, die prekäre Fördersituation im Gastgewerbe nun mit konkreten Finanzierungszusagen zu lösen. „Der Tourismus hat sich bisher als krisenfest erwiesen und er hat sichere Arbeitsplätze gewährleistet, bzw. sogar neue schaffen können. Dies muss endlich öffentlich anerkannt werden“, fordert Meister. Es gebe aber keine Garantie, dass dies weiterhin so bleibe. Im Januar seien nämlich bereits erste Anzeichen von Rückgängen in einigen Winterskigebieten verzeichnet worden. „Eine Sonderfinanzierung für das Gastgewerbe wäre die beste Konjunkturspritze für die heimische Wirtschaft“, betont der HGV-Präsident. Wenn die unklare Fördersituation weiterhin anhalte, dann sei eine deutliche Zurückhaltung bei den Investitionen im Hotel- und Gastgewerbe zu befürchten. Die HGV-Vorstandsmitglieder berichteten über den steigenden Unmut unter den Gastwirten über die Förderthematik. Die Gastwirte, die auf den Förderbeitrag warten, bzw. jene, bei welchen Investitionen anstehen, bräuchten dringend Zukunftsperspektiven, und die Wirte dürften nicht weiterhin im Unklaren gelassen werden. Deshalb fordert der HGV-Vorstand die Landesregierung einstimmig auf, mit einer Sonderfinanzierung schnellstens die Rückstände aufzuarbeiten und den Gastwirten eine sichere Zukunftsperspektive zu bieten. „Wir sind bereit, die Förderkriterien abzuändern, aber davor muss die derzeitige Situation bereinigt werden“, betont HGV-Präsident Walter Meister.