Dienstag, 11. Juni 2019

Forschung: Mobilität wird noch stärker gefördert

Die Landesregierung will die internationale Mobilität der Forschenden weiter ausbauen. Dazu hat sie am Dienstag 2 Maßnahmen beschlossen.

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Foto: © shutterstock

Forschern, die bereits in Südtirol arbeiten, oder solchen, die an einer Südtiroler Forschungseinrichtung forschen wollen, darunter auch Südtiroler, die an einer Universität im Ausland tätig sind, will das Land Südtirol verstärkt unter die Arme greifen.

Dies gilt sowohl für längere, als auch für kurze Forschungsaufenthalte. Landeshauptmann Arno Kompatscher, der in der Landesregierung auch Forschung und Innovation verantwortet, bezeichnet die wissenschaftliche Forschung als „Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung des Territoriums“.

Die erste der beiden von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen ist die Neuauflage der Wettbewerbsausschreibung für die internationale Mobilität von Forschern und Forscherinnen für das Jahr 2019. Demnach können sich auch in diesem Jahr in Südtirol lebende Forschende, die vorübergehend an einer Forschungseinrichtung außerhalb des Landes tätig sein möchten, beim Land Südtirol um ein Forschungsstipendium bewerben. Dasselbe gilt für außerhalb Südtirols tätige, erfahrene Forschende, die für eine befristete Zeit an einer Südtiroler Einrichtung ein Projekt durchführen wollen.

Im vergangenen Jahr 2018 hat das Land auf diese Weise 6 Forschungsprojekte mit 880.000 Euro finanziert. In diesem Jahr wurde der Betrag um 36 Prozent auf 1,2 Millionen Euro (2019/21) erhöht. Nach wie vor werden Forschungsprojekte mit Laufzeiten von mindestens sechs Monaten bis zu maximal zwei Jahren unterstützt. Die Ansuchen können ab der Veröffentlichung im Amtsblatt der Region und in der Folge bis zum 30. September 2019 eingereicht werden. Bewertet werden die Forschungsprojekte und die Bewerbungen von einer Fachkommission, die eine Reihung vornimmt, auf deren Grundlage dann die Förderungen zugewiesen werden. 

Neu ist die zweite Maßnahme: nämlich die Vergabe von Beiträgen für Kurzaufenthalte im Ausland, die mit der Durchführung von Forschungsprojekten zusammenhängen oder der Aneignung von neuen Methoden und Technologien dienen. „Diese Maßnahme haben wir im vergangenen Mai im Landesprogramm für Forschung 2019 verankert und setzen sie nun um“, informiert Landeshauptmann Kompatscher.

Am Dienstag hat die Landesregierung auf seinen Vorschlag eigene Richtlinien für diese „Förderung von kurzen internationalen Mobilitätsperioden von Forscherinnen und Forschern“ erlassen. „Die Maßnahme stellt einen weiteren Anreiz für Forscher in Südtirol dar, sich über die Grenzen der Euregio hinaus neues Wissen anzueignen und neue Netzwerke und Projekte für ihre Forschung zu entwickeln“, betont der Landeshauptmann.

lpa

stol