Samstag, 17. November 2018

Frankreich: Frau stirbt bei Protesten gegen Spritpreise

Bei Protesten und Straßenblockaden wegen hoher Spritpreise ist in Frankreich eine Frau ums Leben gekommen. Mindestens 106 wurden verletzt, 5 von ihnen schwer, wie das französische Innenministerium am Samstagabend mitteilte.

Massive Proteste gegen Spritpreiserhöhungen in Frankreich Foto: APA (AFP)
Massive Proteste gegen Spritpreiserhöhungen in Frankreich Foto: APA (AFP)

Insgesamt hätten im Land rund 244 000 Menschen an den Protesten teilgenommen. Früheren Behördenangaben zufolge gab es über das Staatsgebiet verteilt mehr als 2000 Aktionen. 52 Menschen wurden festgenommen, 38 kamen in Polizeigewahrsam. Mehrere Zwischenfälle ereigneten sich, als Autofahrer versuchten, ihre Wagen durch Straßenblockaden zu steuern.

Die Bewegung „Gilets Jaunes“ (gemeint: Warnwesten) hatte für Samstag in ganz Frankreich zu Blockaden von Verkehrsachsen, Kreisverkehren und Mautstellen aufgerufen. Medienberichten zufolge waren die wenigsten der Aktionen offiziell angemeldet. Der Protest richtet sich gegen von der Mitte-Regierung geplante Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel.

Bei dem tödlichen Unfall nördlich von Grenoble geriet eine Autofahrerin in Panik, als Demonstranten auf ihr Dach trommelten, wie der zuständige Präfekt sagte. Die Frau gab Gas und überfuhr eine Teilnehmerin der Protestaktion, die kurz darauf starb. Die Fahrerin wurde Berichten zufolge in Polizeigewahrsam genommen. Auch in Arras im Norden des Landes wurde ein Demonstrant Berichten zufolge umgefahren. Er kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

dpa

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stol