Freitag, 03. April 2015

Frankreich hat Angst vor italienischen Olivenbäumen

Die Feuerbakterie hat Olivenbäume in ganz Italien, vor allem in der Region Apulien, befallen. Jetzt hat Frankreich die Importe von Pflanzen und Landwirtschaftsprodukte aus der süditalienischen Region gestoppt.

Italien leidet an einem Massensterben der Olivenbäume.
Italien leidet an einem Massensterben der Olivenbäume. - Foto: © APA/Reuters

Die Folgen der Epidemie sind in Italien bereits stark spürbar. Der italienische Staat lässt in Apulien eine Million alte Bäume fällen, die von der Bakterie aus Amerika befallen wurden.

Frankreichs Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll kündigte weitere präventive Maßnahmen an, um eine Epidemie im Land zu verhindern, berichteten italienische Medien.

Für die süditalienische Adria-Region, in der tausende Familien vom Olivenanbau leben, bedeutet das eine starke Belastung. Die Existenz vieler süditalienischer Olivenbauern ist bedroht. Bisher gibt es kein Heilmittel gegen den gefährlichen Krankheitserreger. Deshalb forderte die Europäische Kommission bereits vor Wochen die Abholzung aller befallenen Bäume.

Das Bakterium Xylella fastidiosa verursacht unter anderem die Pierce-Krankheit an Rebstöcken und Zitrusfrüchten. Dabei verfärben sich die Blätter braun und es werden nur noch kleine harte Früchte gebildet. Letztlich sterben die Pflanzen ab.

apa

stol