Donnerstag, 03. September 2020

Frankreich kämpft mit 100 Milliarden Euro gegen Wirtschaftskrise

Mit einem neuen Wiederaufbauplan von 100 Milliarden Euro kämpft das von der Coronakrise schwer getroffene Frankreich gegen den dramatischen Wirtschaftseinbruch.

Premier Jean Castex will die Wirtschaft grüner machen.
Premier Jean Castex will die Wirtschaft grüner machen. - Foto: © APA (AFP) / LUDOVIC MARIN
Das „France Relance“ („Aufschwung Frankreich“) genannte Programm habe ein „historisches Ausmaß“, sagte Premierminister Jean Castex am Donnerstag in Paris. Etwa ein Drittel der Gelder soll dazu dienen, die Wirtschaft „grüner“ zu machen.

Dabei geht es unter anderen um umweltfreundliche Mobilität oder die Isolierung von Gebäuden. Mit einem weiteren Drittel der Gelder soll die Wirtschaft wettbewerbsfähiger gemacht werden, so sollen bestimmte Steuern für Unternehmen sinken. Mit dem restlichen Drittel werden Investitionen angeschoben, beispielsweise im Gesundheitsbereich.

Der Mitte-Rechts-Politiker Castex hob die europäische Dimension des Plans zur Ankurbelung der Wirtschaft und für mehr Umweltschutz hervor: Dank der Initiative von Staatschef Emmanuel Macron und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) „profitieren wir von einer europäischen Finanzierung von “France Relance„ in Höhe von 40 Milliarden Euro, also 40 Prozent der Ausgaben des Plans“, sagte er.

Die EU hatte sich im Juli auf ein Coronakrisenprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro geeinigt. Merkel und Macron legten zuvor mit einem deutsch-französischen Vorschlag einen Grundstein für den europäischen Kompromiss. Paris rechnet mit ersten EU-Auszahlungen Anfang kommenden Jahres.



apa