Am heutigen Donnerstag konnten sich die beiden Euro-Länder problemlos frische Mittel am Kapitalmarkt besorgen.Mit Spannung war vor allem der erste richtige Härtetest für die zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft Frankreich nach dem Verlust der Spitzenbonität erwartet worden.Investoren griffen bei der Versteigerung von Anleihen mit Laufzeiten bis 2014, 2015 und 2016 beherzt zu.Frankreich konnte insgesamt knapp acht Milliarden Euro einsammeln und sein Platzierungsziel somit problemlos erreichen. Die Zinsen, die das Land bieten musste, gingen deutlich zurück.Spanien: Ziel deutlich übertroffenEine Auktion spanischer Anleihen spülte 6,6 Milliarden Euro in die Staatskasse.Damit wurde das Ziel von 4,5 Milliarden Euro deutlich übertroffen.Zudem gingen die Refinanzierungskosten erheblich zurück: Bei den richtungsweisenden Zehnjahrespapieren sanken die Zinsen gegenüber der letzten vergleichbaren Auktion im November von 6,97 auf 5,40 Prozent.S&P hatte die Kreditwürdigkeit Spaniens am vergangenen Freitag um zwei Noten auf die sechsthöchste Stufe „A“ heruntergestuft.Nach bisherigem Stand scheinen die S&P-Herabstufungen Investoren wenig beeindruckt zu haben: Auch eine 1,5 Milliarden Euro schwere Geldmarktauktion des Euro-Rettungsschirms EFSF am Dienstag verlief ausgesprochen erfolgreich.Nach der Herabstufung Frankreichs und Österreichs hatte auch der Krisenfonds seine Spitzenbonität eingebüßt.Euro legt deutlich zuAn den Finanzmärkten fiel das erste Echo nach der spanischen Auktion zwar zunächst verhalten aus.Nach der französischen Emission drehte die Stimmung jedoch ins Positive. Der Euro legte deutlich zu. Europas Aktienmärkte konnten sich ebenfalls klar in der Gewinnzone halten.dpa