Er hoffe auf einen gemeinsamen Vorstoß mit Berlin. Der Euro-Staat sei aber auch bereit, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Italiens Ministerpräsident Mario Monti sagte, sein Land sei für die Steuer. Das Vorpreschen eines Staates lehnte er allerdings ab.Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel wollen am Montag bei einem Treffen in Berlin über das Thema beraten.Merkels Sprecher Steffen Seibert bekräftigte die Haltung der Bundesregierung, möglichst eine Einführung der Steuer in der gesamten EU zu erreichen.Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich alternativ offen gezeigt für ein Modell nur im Kreis der Euro-Staaten. Der Koalitionspartner FDP steht einer solchen kleinen Lösung jedoch skeptisch gegenüber.Begründet wird die Finanztransaktionssteuer mit dem Beitrag der Banken zur Bewältigung der Finanzkrise. Außerdem soll sie den superschnellen Computerhandel entschleunigen, den Kritiker für erratische Kursbewegungen an den Börsen verantwortlich machen. Vor allem Großbritannien lehnt eine solche Steuer vehement ab.„Was Frankreich angeht, werden Entscheidungen bis Ende Januar fallen“, sagte Guaino. Frankreichs Europaminister Jean Leonetti hatte am Mittwoch gesagt, die Steuer werde bis zum Ende dieses Jahres eingeführt.dpa