Sonntag, 08. November 2015

Frankreichs Regierung will keine Fusion von Renault und Nissan

Frankreichs Regierung ist nicht an einer Verschmelzung der beiden Autobauer Renault und Nissan Motor interessiert.

Foto: © APA/DPA

 „Wir wollen keine Fusion“, sagte Ministerpräsident Manuel Valls am Sonntag dem Fernsehsender iTele.

Zugleich sprach sich Valls dafür aus, dass die Partnerschaft zwischen dem französischen und dem japanischen Konzern fortbesteht. Beide Unternehmen sind seit rund 16 Jahren aneinander beteiligt. Renault hält 43,4 Prozent an Nissan, die Japaner wiederum 15 Prozent an Renault, allerdings ohne Stimmrecht. Der 61-jährige Carlos Ghosn führt beide Autobauer.

Reuters hatte kürzlich von Insidern erfahren, dass Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron Renault und Nissan zu einer Fusion noch vor den Parlamentswahlen 2017 drängt. Die französische Regierung wolle dabei die Bedingungen vorgeben, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Um ihren Einfluss bei Renault abzusichern, hatte die Regierung in Paris im April ihren Anteil an dem Unternehmen auf 19,7 Prozent hochgeschraubt.

apa/reuters

stol