Freitag, 13. April 2018

Für die SAD in geheimer Mission unterwegs

Bereits im vergangenen Jahr hat die SAD AG als größtes Personentransportunternehmen des Landes Südtirol eine Marktforschungsstudie über die Kundenzufriedenheit in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse die Bemühungen der SAD unterstreichen, das Qualitätsniveau und insgesamt auch die Kundenzufriedenheit und Sicherheitsstandards im Nahverkehr auszubauen. Nun sucht sie Personen, die in geheimer Mission unterwegs sein sollen, um die Ordnung und Sicherheit im Nahverkehr zu überwachen.

Interessierte Fahrgäste können zukünftig in geheimer Mission Ordnung und Sicherheit im Nahverkehr überwachen.
Badge Local
Interessierte Fahrgäste können zukünftig in geheimer Mission Ordnung und Sicherheit im Nahverkehr überwachen. - Foto: © STOL

Unter interessierten Bewerbern werden 50 „Kundschafterinnen und Kundschafter“ ausgewählt, die in „geheimer Mission“ für die SAD AG Ordnung und Sicherheit im Nahverkehr überwachen und eventuelle Verstöße oder Unregelmäßigkeiten melden, wie das Unternehmen erklärt.

Auch angeblich neue Beschwerden seitens bestimmter Institutionen und Bürger, die laut Auskunft der Abteilung Mobilität des Landes Südtirol in letzter Zeit eingegangen sein sollen, hätten die SAD AG in ihren Bemühungen bestärkt, den Service und die Informationspflicht gegenüber Behörden und Bürgern noch einmal zu verstärken. So betonte jüngst in einer Aussprache SAD-CEO Ingemar Gatterer, dass „derartige Beschwerden oder Beanstandungen auf jeden Fall ernst genommen werden. Weiters muss detailliert aufgeklärt werden, falls diese Eingaben wirklich zutreffen, wer diese zu verschulden hätte.“

Reklamationen gehen hauptsächlich auf externe Dienstleister zurück

SAD-interne Recherchen würden aufzeigen, dass ein Großteil der Reklamationen auf Leistungen externer Dienstleister zurückzuführen seien. Inzwischen wurden bestimmte Dienste aufgekündigt. „Sollten weiterhin schwerwiegende Beanstandungen eingehen, müssen diese zu Gunsten eines funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs für alle Bürgerinnen und Bürger des Landes Südtirol umgehend beseitigt werden“, so der Mehrheitseigentümer von SAD, Ingomar Gatterer.

Das italienweit bewährte Meinungsforschungsinstitut Quaeris führte innerhalb der Monate Mai und Juni 2017 eine repräsentative Umfrage unter 1.122 Nutzern des von der SAD geführten öffentlichen Transportnetzes durch. Die Umfrageergebnisse über die Kundenzufriedenheit der verschiedenen Transportdienstleistungen (Busse, Eisenbahnnetz und Seilbahnverbindungen) hätten eine „äußerst positive Bewertung“ ergeben und würden damit die ernsthaften Bemühungen der SAD, hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu gewährleisten, unterstreichen, erklärt Mariano Vettori, Generaldirektor der SAD AG.

Positives Zeugnis

Von den 1.122 Befragten stellten 95 Prozent den Dienstleistungen der SAD ein insgesamt positives Zeugnis aus. „Innerhalb einer Skala zwischen eins und fünf erreichte man den sehr hohen Mittelwert von 3,99 für die allgemeine Kundenzufriedenheit. So erzielte die Kategorie Einhaltung der Fahrzeiten und Haltestellen einen Index von 4,22 und die Pünktlichkeit der Fahrzeuge erzielte insgesamt einen Durchschnitt von 4,02“, erklärt Vettori.

Interessierte Fahrgäste können zukünftig in geheimer Mission Ordnung und Sicherheit im Nahverkehr überwachen: Als Kundschafter für die SAD-AG können mögliche Verstöße oder Unregelmäßigkeiten auf den Linien und Verkehrsmitteln der SAD gemeldet werden. Als Inhaber eines Südtirol-Passes kann man sich unter [email protected] bewerben. Falls man als einer von 50 Kundschaftern ausgewählt wird, erhält man als kleine Belohnung einen Warengutschein von 150 Euro, der in allen Spar-Geschäften einlösbar ist.

Damit verspricht sich die SAD-AG objektive und konkrete Hinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten innerhalb ihrer Fahrdienste.

stol

stol