Freitag, 28. Juni 2019

„Für eine nachhaltige Mobilität braucht es innovative Lösungen“

Das Bundesland Tirol will, wie berichtet, die Fahrverbote weiter verschärfen: ab 1. Oktober 2019 soll das Nachtfahrverbot und ab 1. Jänner 2020 das sektorale Fahrverbot ausgeweitet werden. „Für eine nachhaltige Mobilität müssen wir gemeinsam auf Innovation und neue Technologie und nicht auf Verbote setzen, die sich einzig auf den Wettbewerb und nicht auf die Umwelt auswirken“, unterstreicht der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea.

Das Bundesland Tirol will, wie berichtet, die Fahrverbote weiter verschärfen.
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Das Bundesland Tirol will, wie berichtet, die Fahrverbote weiter verschärfen. - Foto: © D

Das sektorale Fahrverbot schafft unter dem Vorwand des Umweltschutzes einzig eine Situation der Wettbewerbsverzerrung zugunsten der Wirtschaft des Bundeslandes Tirol. Das Fahrverbot gilt nämlich nicht für aus dem Bundesland Tirol kommende oder für das Bundesland Tirol bestimmte Waren, die auch weiterhin mit Lkws der älteren Generation transportiert werden können, während moderne, emissionsarme und leisere Fahrzeuge nicht durch das Bundesland Tirol fahren dürfen. „Wenn das Ziel wirklich die Verringerung der Luftverschmutzung ist, so muss die Technologie des Lkws und nicht die transportierte Ware im Vordergrund stehen“, so der Unternehmerverband.
Auch die Nachtfahrverbote oder die Blockabfertigungen reduzieren den Verkehr nicht, sondern konzentrieren ihn lediglich auf wenige Stunden und verursachen Staus und eine höhere Umweltbelastung. „Nachhaltig wäre, die neuen emissionsarmen Lkws verstärkt in den Nachtstunden fahren zu lassen, wenn die Autobahnen weniger befahren sind und gleichzeitig die Verlagerung des Warenverkehrs auf der Schiene weiter voranzutreiben. Die neue Brennerbahnlinie schafft hierfür die notwendigen Infrastrukturen“, so Giudiceandrea abschließend.
stol

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