Donnerstag, 21. April 2016

Für jene, die den 80-Euro-Bonus zurückzahlen müssen - so geht's

17.500 Südtiroler Steuerzahler müssen den von der Regierung Renzi mit viel Getöse eingeführten monatlichen 80-Euro-Bonus wieder dem Staat zurückerstatten. Woran das lag, wie die Rückzahler am einfachsten erfolgen kann - oder wie jeder doch zu seinem Recht kommt, verrät der Steuerdienst.

Geld zurück nach Rom heißt es für viele Bonusempfänger.
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Geld zurück nach Rom heißt es für viele Bonusempfänger. - Foto: © LaPresse

Der Bonus, um den es geht, wird monatlich auf dem Lohnstreifen ausbezahlt und zwar in voller Höhe (80 Euro) für Einkommen bis 24-tausend Euro, bei höheren Einkommen von 24-tausend bis 26-tausend Euro entsprechend reduziert.

Nicht aufgrund fehlerhafter Steuererklärungen 

Der Steuerdienst hat daher seit Wochen mit hunderten Steuerzahlern zu tun, die den sogenannten Renzi-Bonus zurückzahlen müssen. Laut dem Landtagsabgeordneten Andreas Pöder hatte diese Rückzahlungen vor allem wegen fehlerhafter Steuererklärungen zu erfolgen oder weil nachträglich festgestellt wurde, dass dem Betreffenden der 80-Euro-Bonus gar nicht zustand. (STOL hat berichtet). 

Dahingehend präzisiert der Steuerdienst: "Die nicht gerechtfertigte bzw. fehlende Auszahlung sind dabei nicht aufgrund von Fehlern im vorausgefüllten Modell 730 erfolgt, sondern aufgrund von Fehlinterpretationen der Steuerzahler oder in vielen Fällen auch der Arbeitgeber."

17.500 Südtiroler sind betroffen. Im Schnitt 230 Euro pro Nase müssen zurückerstattet werden - insgesamt 4 Millionen Euro allein in Südtirol. 

Mittels Modell 730 zurückzahlen

Und gerade die Einkommenserklärung kann nun eine Hilfe bzw. den Ausweg darstellen. „Mittels Modell 730 kann nämlich der ungerechtfertigt erhaltene Betrag zurückgezahlt werden", erklärt Marco Pirolo, Geschäftsführer des Steuerdienstes des AGB/CGIL.

Auch wem der Bonus zusteht, dem kann geholfen werden

Und es geht noch weiter: Denn laut Steuerdienst wurden auch Fälle bekannt, in denen der Bonus nicht ausbezahlt wurde, obwohl eigentlich ein Anrecht darauf bestünde. "Auch da kann der nicht erhaltene Bonus mittels Modell 730 eingefordert werden", so Pirolo.

Der Steuerdienstweist die Steuerzahler dahingehend an, zu prüfen, ob der Renzi Bonus auf dem Lohnstreifen ausbezahlt wird. Sollt ein Anrecht bestehen und der Bonus trotzdem bisher nicht ausbezahlt werden, so kann er mittels Modell 730 oder UNICO auch rückwirkend eingefordert werden.

stol

stol