Freitag, 03. Juli 2015

Für Lufthansa soll sich das Geschäft mit privaten Drohnen lohnen

Die angeschlagene Lufthansa hat ein neues Geschäftsfeld für sich entdeckt.

Symbolfoto
Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Es geht in einem ersten Schritt um die Ausbildung von Piloten und die Wartung des Fluggeräts – nicht für Verkehrsflugzeuge, sondern für private Drohnen. Die bisher vor allem für militärische Zwecke eingesetzten Fluggeräte stehen nach Einschätzung des Lufthansa-Chefs Carsten Spohr vor einem privaten Boom.

Spohr will die Piloten in den Cockpits der Passagierjets nicht überflüssig machen, auch wenn der Gedanke angesichts des festgefahrenen Tarifkonflikts mit inzwischen zwölf Streikrunden nahe liegen könnte. Es geht ihm erst einmal um Dienstleistungen und im einem zweiten Schritt vielleicht um eigene Frachtdrohnen.

Bisher ist der Betrieb unbemannter Flugkörper in Deutschland noch stark limitiert: Die zulassungspflichtigen Drohnen dürfen höchstens 25 Kilogramm wiegen und maximal 100 Meter hoch fliegen, rund um Flughäfen gelten Sperrzonen. Der Pilot muss zudem sein Flugobjekt jederzeit im Blick haben, was einen flächendeckenden Paketdienst unmöglich machen würde.

Für ihre erste Paketdrohne muss sich die Deutsche Post/DHL noch jeden einzelnen Flug genehmigen lassen, denn sie wird zur Nordsee-Insel Juist nicht auf Sicht gesteuert. Im professionellen Einsatz zum Beispiel für Vermessungsarbeiten sind häufig kleinere Modelle unterhalb von fünf Kilo mit einer vereinfachten Zulassung, die offiziell als Modellbau gelten.

apa/dpa

stol