Der Kreuzungsbereich ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Eisacktal, da er direkt an der stark befahrenen Brennerstaatsstraße, am Gewerbegebiet von Klausen und in unmittelbarer Nähe der Mautstelle Klausen Gröden liegt. Hier soll nun ein neuer Kreisverkehr entstehen. Bauherr des geplanten Kreisverkehrs ist die Brennerautobahngesellschaft.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1039971_image" /></div> <BR /><BR />Präsident Hartmann Reichhalter erläutert vorab, wie die Bauarbeiten am Kreisverkehr ablaufen und wie man die Belastungen während der mehrmonatigen Bauzeit so gering wie möglich halten will. <BR /><BR /><BR /><b>Warum ist der Bau dieses Kreisverkehrs notwendig und warum baut ihn die Brennerautogesellschaft?</b><BR />Hartmann Reichhalter: Das Land Südtirol ist Gesellschafter der Autobahn, und wir als Brennerautobahngesellschaft versuchen dem Land gute Dienste zu leisten – vor allem auch in unmittelbarer Nähe der Auf- und Abfahrten zur A22. Mit dem Bau des Kreisverkehrs soll der Verkehr an diesem stark frequentierten Knotenpunkt entzerrt und die Verkehrssicherheit insgesamt erhöht werden. <BR /><BR /><b>Wie viel kostet der Bau des Kreisverkehrs?</b><BR />Reichhalter: Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 2 Millionen Euro; die Projektplanung wurde von der Brennerautobahngesellschaft selbst mit ihrer internen Struktur durchgeführt. <BR /><BR /><b>Wann beginnen die Arbeiten und wie lange werden sie dauern?</b><BR />Reichhalter: Die Bauarbeiten beginnen am Montag, den 17. Juni. Wir wollen unbedingt vor Weihnachten fertig sein. Wenn alles gut geht, ist Ende November Bauende. <BR /><BR /><b>Wie konkret werden die einzelnen Bauphasen ablaufen?</b><BR />Reichhalter: Für die Berechnung der Bauphasen haben wir die Verkehrsdaten der A22 und der Brennerstaatsstraße zugrunde gelegt und um eine mögliche Zusatzbelastung von 15 bis 20 Prozent (etwa aufgrund von Feier- oder Fenstertagen) ergänzt. Diese Verkehrsströme haben wir analysiert – um die Bauphasen möglichst optimal zu planen. <BR /><BR /><b>Wie gestalten sich diese Bauphasen nun?</b><BR />Reichhalter: Die Baustelle selbst wurde in 7 Phasen unterteilt, von denen 2 unproblematisch sind, da sie außerhalb des bestehenden Straßenbereichs liegen. In diesem Fall wird die Straße nach außen verbreitert. 2 weitere Phasen werden durch eine Ampel geregelt, wobei es sich um eine dynamische Ampel handelt: Das heißt, ein Mitarbeiter der A22 wird die Ampel – je nach Verkehrsaufkommen – dynamisch steuern. Das ist vor allem in den Stoßzeiten wichtig, in denen mehr in eine Richtung gefahren wird. Damit wollen wir lange Staus vermeiden. Wir haben auch eine Bauphase, wo wir den Verkehr, der Richtung A22 oder Gröden will und umgekehrt, über das Gewerbegebiet von Klausen leiten werden. Dann gibt es noch 2 Phasen, die sich teilweise mit den vorhergehenden überschneiden: Hier wird rund um die Uhr gearbeitet, das dauert 2 bis 4 Tage. Dies geschieht nicht in der Hauptverkehrszeit, sondern im Oktober, November. Die Bauzeit und die Bauphasen wurden so aufgeteilt, dass der Verkehr so weit wie möglich aufrechterhalten werden kann. Auch die beiden Bushaltestellen und der Gehsteig wurden in die Planung einbezogen und bleiben bestehen. <BR /><BR /><b>Es soll auch eine künstlerische Gestaltung des Kreisverkehrs geben. Was ist denn da geplant?</b><BR />Reichhalter: Gemeinsam mit der Gemeinde Klausen hat es vor eineinhalb Jahren einen Wettbewerb gegeben, aus dem der Künstler Peter Senoner als Sieger hervorgegangen ist. Er hatte bereits den Kreisverkehr bei der Einfahrt zur A22 gestaltet. Nur so viel: Es ist ein tolles Kunstwerk, alles andere soll bis zur Einweihung geheim bleiben.