Sonntag, 12. Januar 2020

Lohndifferenz zwischen Arm und Reich in Italien wird größer

Die reichsten 20 Prozent der italienischen Bevölkerung verdienen sechsmal soviel wie die ärmsten 20 Prozent: Das besagt die neuste Studie der Eurostat zur Lohnschere in Europa. In Südtirol ist der Unterschied gesamtstaatlich am geringsten.

In Italien ist der Lohn-Unterschied zwischen Arm und Reich am größten.
In Italien ist der Lohn-Unterschied zwischen Arm und Reich am größten. - Foto: © shutterstock

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag berichtet, sei die Lohndifferenz zwischen dem reichsten Fünftel und dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung von 2018 auf 2019 von 5,92 auf 6,09 gestiegen.

2016 war die Lohnschere mit einer Differenz von 6,27 am größten.

Damit führt Italien die Liste des Arm-Reich-Gefälles im Vergleich zu anderen Ländern an: Der Lohnunterschied in Deutschland betrug im Vorjahr 5,07, in Frankreich 4,23, im Vereinigten Königreich 5,95 und in Spanien 6,03.

Auch zwischen den einzelnen Regionen Italiens gibt es große Unterschiede: So ist der Unterschied in Friaul-Julisch Venetien mit 4,1 oder in Umbrien und dem Veneto mi 4,2 verhältnismäßig klein, während er in Sizilien und in Kampanien mit 7,4 den Landesdurchschnitt übersteigt.

In Südtirol ist die Lohnschere am kleinsten: Hier verdienten die reichsten 20 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2019 viermal soviel wie die ärmsten 20 Prozent.

liz

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