Die Finanzkommission des Senats hat einen umstrittenen Gesetzesentwurf verabschiedet, wonach die Gehälter der Manager börsennotierter Gesellschaften nicht höher als jene der Parlamentarier sein dürfen. Zudem sollen Banker für ihre Leistung nicht mehr mit Aktien ihres eigenen Geldhauses belohnt werden dürfen, heißt es im Entwurf, der erst von den Senatoren verabschiedet werden muss.Der Entwurf wurde von der Oppositionspartei „Italia die valori“ und vom Präsidenten des Konsumentenschutzverbands Adusbef, Elio Lannutti, verfasst. „Die Zeiten sind reif für die Einführung einer Grenze bei den Managergehälter, die ein Affront für die vielen Italiener sind, die in dieser Krisenzeit kaum mit ihrem Gehalt auskommen“, meinte Lanutti. „Wir wollen faire Gehälter mit den Marktregeln verbinden“, fügte Europaminister Andrea Ronchi hinzu.Manager börsennotierter Gesellschaften werden nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung „Sole 24 ore“ künftig nicht mehr als 140.000 Euro pro Jahr verdienen können, das ist das Jahresgehalt eines italienischen Parlamentariers. „Nicht einmal die extremen Linksparteien hätten so viel gewagt“, wetterte die liberale Zeitung. Unglaublich sei, dass der Entwurf mit den Stimmen der konservativen Mitte-rechts-Allianz durchgesetzt worden sei, kommentierte das Blatt. Der Gesetzesentwurf ist ein harter Schlag für Supermanager wie den Geschäftsführer der börsennotierten Gesellschaft Datalogic, Roberto Tunioli, der im Jahr 2008 ein Gehalt von über 8 Mio. Euro ausgewiesen hat.Schon in den vergangenen Jahren hatten Linksparteien Grenzen für die „goldenen Gehälter“ von Staatsmanagern verlangt. Spitzendirektoren der "Ferrovie Statali", der Enel und der RAI waren wegen ihrer Gehälter unter Beschuss geraten. Es waren jedoch keine konkreten Initiativen ergriffen worden, um die Gehälter zu reduzieren.apa