Mittwoch, 14. September 2016

Gerry Weber rutscht in die roten Zahlen

Restrukturierungskosten und eine schwächelnde Nachfrage haben dem deutschen Modekonzern Gerry Weber im dritten Quartal einen Verlust eingebrockt.

Gerry Weber will sich „gesund schrumpfen“.
Gerry Weber will sich „gesund schrumpfen“. - Foto: © shutterstock

Vorstandschef Ralf Weber hofft aber auf die traditionell stärkere Wintersaison und erste Sanierungserfolge. Daher bekräftigte er am Mittwoch seine Jahresziele.

Weber betonte, die Sanierungen zeigten erste Erfolge. 40 Filialen seien bereits geschlossen worden, bis zum Ende des Geschäftsjahres sollen 35 bis 40 weitere hinzukommen. Zudem florierten bei der Tochter Hallhuber die Onlinegeschäfte, die in den ersten 9 Monaten um 50 Prozent zulegten.

Fast 7 Millionen Euro Verlust

Im Zeitraum Mai bis Juli des Bilanzjahres 2015/16 verbuchte der westfälische Konzern im operativen Geschäft einen Verlust von 7,8 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,8 Millionen vor Jahresfrist. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 6,9 Millionen Euro an.

Nach Jahren der Expansion und der Eröffnungen von hunderten Filialen will sich Gerry Weber „gesund schrumpfen“. Die Modefirma leidet wie auch seine Wettbewerber – darunter Hugo Boss oder Tom Tailor – unter dem wachsenden Onlinehandel.

Webers Pläne sehen vor, dass insgesamt 103 Geschäfte die Pforten schließen. Rund 700 der etwa 7000 Stellen will er streichen. Bereits im Jahr zuvor war der operative Gewinn um fast ein Drittel auf rund 79 Mio. Euro gesunken.

apa/reuters

stol