Mittwoch, 06. Mai 2015

Geschäftsklima im Baugewerbe weiter verhalten

Die Frühjahrsausgabe des Wirtschaftsbarometers des WIFO, des Institutes für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen, zeigt weiterhin ein verhaltenes Geschäftsklima im Südtiroler Baugewerbe.

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Foto: © shutterstock

Das Baugewerbe gehört zu den Wirtschaftssektoren, die die Wirtschaftskrise am meisten gespürt haben. Dementsprechend verhalten ist das Geschäftsklima.

Die Unternehmer erwarten heuer noch keine Steigerung von Umsatz und Verkaufspreisen, unter anderem aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks. Auch der Zugang zum Kredit und die Zahlungsmoral der Kunden sind weiterhin ein Problem.

Trotzdem zeigt sich eine spürbare Besserung der Stimmung im Vergleich zu den vorherigen Konjunkturerhebungen: Bei der letzten Befragung im Herbst erwarteten nur 55 Prozent der Unternehmen befriedigende Erträge für das Jahr 2015, inzwischen sind es 65 Prozent.

Zimmerer, Elektriker und Co. eher zuversichtlich

Es bestehen weiterhin relevante Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen des Bausektors. Am besten ist das Geschäftsklima bei der Bauinstallation und Fertigstellung von Gebäuden (Zimmerer, Spengler, Elektriker, Hydrauliker, Fliesenleger usw.), wo über zwei Drittel der Unternehmen eine positive Ertragslage erwarten. Die Stimmung in den Bereichen Hoch- und Tiefbau ist hingegen verhaltener.

Handelskammerpräsident Michl Ebner ist zuversichtlich: „Das laufende Jahr lässt einen Wirtschaftsaufschwung erwarten, von dem langfristig auch die Bauwirtschaft profitieren sollte.“

stol