So suchen die Olympia-Macher im Pustertal weiterhin Hotels und Gasthöfe zur Unterbringung der Gäste.<BR /><BR />Den neuen Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zufolge, sollen bei der Ausrichtung der Wettbewerbe vorzugsweise bestehende Strukturen genutzt werden. Vorbei also die Zeiten, in denen an einem Ort mit Milliardeninvestitionen olympische Sportstätten aus dem Boden gestampft wurden, wie zuletzt bei den Winterspielen in Peking (2022), Pyeongchang (2018) und Sotchi (2014).<BR /><BR />Die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo untermauern die Kehrtwende des IOC. So finden die Olympia-Wettbewerbe in Mailand (Eissport), in Cortina (Curling und Ski Alpin), im Fleimstal (Skispringen und Skilanglauf), in Bormio (Ski Alpin und Ski-Bergsteigen), in Livigno (Snowboard und Ski-Akrobatik) und eben in Antholz (Biathlon) statt, wobei fast immer bestehende Sportstätten genutzt werden.<h3> Keine olympischen Dörfer</h3>Gleiches gilt für die Unterkünfte. Es werden keine Olympischen Dörfer gebaut, sondern die Sportlerinnen und Sportler, Begleiter und Gäste werden in Hotels untergebracht. Schon bei der Bewerbung mussten die Veranstalter dafür garantieren. Dutzende Betriebe, vornehmlich in Rasen Antholz und im Pustertal, haben im Frühjahr 2019 mit dem Organisationskomitee in Mailand Vorverträge unterzeichnet.<BR />Bis zur Ausarbeitung des endgültigen Vertragswerkes hat es vier Jahre gedauert, und ohne Beistand des Hotelier- und Gastwirtverbandes (HGV) wären komplexe Fragen noch immer offen. Jetzt aber steht ein durchaus zufriedenstellender Vertragsentwurf. <h3> Gute Chancen für die Gastwirte</h3>HGV-Vizedirektor Raphael Mooswalder erklärt: „Bei der Kandidatur hat Mailand Cortina garantiert, dass auch in Südtirol keine neuen Unterkünfte gebaut werden, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit auf bestehende Beherbergungsbetriebe zurückgegriffen wird. Das ist in unserem Sinn, weil damit ein bedeutender Mehrwert für die heimische Wirtschaft entsteht. Jetzt sind alle Bedingungen geklärt, und der Vertrag bietet den Gastwirten gute Chancen.“<BR /><BR />Viele Hoteliers warten aber anscheinend noch ab, andere zögern. Daher ist der Bedarf an Gästebetten für die Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz noch nicht gedeckt. In den nächsten Tagen wird der HGV eine Charme-Offensive starten. Aus dem Südtiroler Komitee für die Olympischen Winterspiele heißt es dazu: „Die Wirkung von Olympia ist einzigartig und wird auch Südtirol viel bringen; wir benötigen nun im wahrsten Sinne des Wortes Südtiroler Gastfreundfreundschaft für die Olympische Familie und setzen daher auf die Unterstützung unserer Gastwirte.“<BR />