„Die Arbeitswelt noch stärker zu reglementieren wäre widersinnig“, kommentiert lvh-Präsident Gert Lanz die Erhebung der Arbeitsbedingungen EWCS in Südtirol (STOL hat berichtet). Weitere Gesetze könnten ein geeignetes Instrument sein, um die Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt zu verbessern bzw. die körperlichen Belastungen für die Mitarbeiter zu minimieren - eine Aussage der AFI-Erhebung, die unter den Handwerkern auf negatives Feedback stößt.„Der Großteil von Südtirols Handwerksbetrieben sind Familienbetriebe mit durchschnittlich 3,3 Mitarbeitern, die täglich selbstverständlich und natürlich Gesundheitsmanagement betreiben. Sie wissen, dass nur gesunde, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Unternehmen sind. Weitere Reglementierungen sind in diesem Bereich eher kontraproduktiv“, erklärt lvh-Präsident Gert Lanz. Vielmehr sollten Gesetze dazu dienen, den Arbeitsalltag zu erleichtern, für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.Körperliche Belastungen„In bestimmten Handwerkssektoren wie zum Beispiel im Bau, ist der Mensch mit größeren körperlichen Anstrengungen konfrontiert, das stimmt. Es sind zahlreiche Arbeiten, die die Baubeschäftigten mit Hand und nicht mit Maschinen ausüben. Nichtsdestotrotz sind auch die Unternehmen in diesen Sektoren bemüht, durch entsprechende Gesundheits- und Präventionsförderung die Mitarbeiter zu entlasten“, kommentiert Lanz.Besonders im Bereich der Arbeitssicherheit wurde in den letzten zwanzig Jahren ein starkes Umdenken angestoßen, um gesundheitliche Spätfolgen zu reduzieren. „Was die Sicherheit und die Gesundheit in Unternehmen angeht, sollten wir alle am selben Strang ziehen, weitere unnötige bürokratische Entlastungen vermeiden und stattdessen nachhaltig wirksame Maßnahmen andenken“, so Lanz.stol