Mittwoch, 20. September 2017

Gewerkschaften: „Der schwarze Peter liegt bei der SAD“

Die Fachsekretäre des Transportsektors des ASGB, der CGIL, dem CISL und der UIL haben die Aussagen Gatterers, dass die Gewerkschaften Schuld am nicht Zustandekommen eines Abkommens zu Zusatzzeiten und Dienstspanne wären, als unhaltbare Vorwürfe bezeichnet.

Die Gewerkschaften kritisieren die Vorgangsweise von SAD-Geschäftsführer Gatterer aufs Schärfste.
Badge Local
Die Gewerkschaften kritisieren die Vorgangsweise von SAD-Geschäftsführer Gatterer aufs Schärfste. - Foto: © STOL

Die Fachsekretäre der oben genannten Gewerkschaften betonen unisono, dass „von ihrer Seite jederzeit die Bereitschaft zu Gesprächen mit der SAD AG vorhanden war, den Forderungen Gatterers aber nicht entsprochen werden konnte, da er ihnen insofern die Rute ins Fenster gestellt hat, entweder der Zusatzvertrag würde zu seinen Konditionen beibehalten werden oder er würde eben gekündigt.“

„Existenzgrundlage gefährdet“

Diese Haltung des SAD-Chefs habe schlussendlich dazu geführt, dass die Mitarbeiter vor einem Scherbenhaufen stehen. „Die unilaterale Kündigung des Zusatzabkommens von Seiten der SAD AG und die damit einhergehenden Lohneinbußen für die Busfahrer, für die übrigens die Autonome Provinz Südtirol aufkam, sind nicht nachvollziehbare willkürliche Maßnahmen, die unseres Erachtens einerseits nicht legal sind, andererseits vor allem aber vielen Bediensteten ihre Existenzgrundlage nehmen“, erklären die Gewerkschaftsvertreter.

Übermüdung erhöhe Unfallrisiko

Die Ankündigung Gatterers, zur Steigerung der Produktivität, die Zusatzzeiten zu kürzen und die Dienstspanne, bei gleichzeitiger Streichung der Entschädigung, zu erhöhen führe dazu, dass die betroffenen Angestellten bei geringerer Bezahlung mehr arbeiten müssen.

„Schlussendlich hat dieser Umstand nicht nur Auswirkungen auf die SAD-Bediensteten, sondern potenziert auch das Unfallrisiko durch Übermüdung der Chauffeure. Wir als Gewerkschaften werden uns mit aller Vehemenz diesem Trend entgegensetzen und fordern von der SAD AG eine humane Behandlung der Angestellten, sowie Verhandlungen auf Augenhöhe“, schließen die Fachsekretäre.

stol

stol