Sie verhandeln seit mehr als einem Jahr mit dem Inhaber des gleichnamigen Betriebes über die Erneuerung des Betriebsabkommen, das 120 Arbeitnehmer und Angestellte betrifft.„Pan, der in den letzten Monaten in seiner Funktion als Präsident des Unternehmerverbandes durch seine Forderung nach Sozialpartnerschaft und dem Manifest für das wirtschaftlichen Wachstum in Südtirol in die Schlagzeilen geraten ist, handelt in seinem Betrieb gegenteilig“, so die Gewerkschafter der FLAI/CGIL und FAI SGBCISL. Der Betrieb “Pan Surgelati” habe den Forderungen der neugewählten einheitlichen Gewerkschaftsvertretung (EGV) für die Aufnahme von Verhandlungen zur Erneuerung des Betriebsabkommens eine endgültige Absage erteilt. „Bereits vor über einem Jahr hat die EGV eine Plattform, in Einklang mit den für die Vertragsverhandlungen auf Betriebsebene vorgesehenen Regeln, vorgelegt. Darin enthalten sind eine Anwesenheitsprämie, auch um die Abwesenheit wegen Krankheit besser zu regeln und eine bescheidene Produktionsprämie“, so die Arbeitnehmervertreter.Die Weigerung des Betriebes mit den Gewerkschaften zu verhandeln betreffe nicht nur eine eventuelle zusätzliche Ausgabe zugunsten der Belegschaft, sondern auch die Anerkennung der Rolle der gewählten Gewerkschaftsvertreter und das bestehende Vertragssystem, das seit vielen Jahren eine zweite Verhandlungsebene auf Betriebsebene vorsehe. „Die Bediensteten beklagen einen Stellenabbau, einen immer höheren Arbeitsrhythmus und die Notwendigkeit immer mehr Arbeiten auszuführen, ohne eine Anerkennung der erbrachten Leistung“, so die Gewerkschaftsvertreter.Bisher sei es unmöglich gewesen, über Details zu diskutieren bzw. überhaupt zu verhandeln. „Im Gegenteil. Der Betrieb will auf seiner Strategie beharren und auch weiterhin geringfügige Prämien aufgrund nicht messbarer Produktionsziele auszahlen, was von uns nicht akzeptiert werden kann“, so AGB/CGIL und SGBCISL abschließend.