"Die Sonntagsöffnung kurbelt nicht den Handelssektor und die Volkswirtschaft an, da das Budget der Familien, das sie zum Einkauf zur Verfügung haben, auch bei verlängerten Öffnungszeiten immer dasselbe bleibt. Daher sehen wir keinen Sinn darin, wenn Geschäfte auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet bleiben", so die Gewerkschaften.Für das betroffene Personal, darunter viele Frauen mit Familie, seien die Sonntagsöffnungen eine erhebliche Belastung. "Generell beanstanden wir den kulturellen Verfall, der auch in Südtirol sichtbar wird: Dass die Freizeit zunehmend an Sonn- und Feiertagen in Geschäften und Einkaufszentren verbracht wird. Dieser Entwicklung ist Einhalt zu gebieten, da dies für eine moderne Gesellschaft nicht erstrebenswert sein kann", so die Fachgewerkschaften.Es gebe biologische und soziale Rhythmen. Würden diese verletzt, belaste dies nicht nur einzelne Beschäftigte, sondern auch deren Familien und sämtliche weiteren sozialen Einheiten."Kurzum: Ein gemeinsamer freier Tag in der Woche ist eine wichtige Basis für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft", heißt es abschließend.