Sonntag, 20. August 2017

„Gewöhnliches Grundwasser“ als „natürliches Quellwasser“ vermarktet?

Nestle muss sich vor einem US-Gericht wegen Vorwürfen zum Wassergeschäft verantworten.

Elf Kunden haben am Bezirksgericht Connecticut gegen die Nestle eine Sammelklage eingereicht, die auf die Marketing-Aktivitäten des Nahrungsmittelgiganten zielt.
Elf Kunden haben am Bezirksgericht Connecticut gegen die Nestle eine Sammelklage eingereicht, die auf die Marketing-Aktivitäten des Nahrungsmittelgiganten zielt.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle sieht sich in den USA einer Klage zum Wassergeschäft ausgesetzt.

Wie das „Wall Street Journal“ in seiner Samstagsausgabe berichtet, haben elf Kunden am Bezirksgericht Connecticut gegen die Nestle eine Sammelklage eingereicht, die auf die Marketing-Aktivitäten der Mineralwassermarke „Poland Spring“ zielt.

Gewöhnliches Grundwasser abgefüllt

Die Kläger monieren, dass in die Flaschen von „Poland Spring“ zum größten Teil nur „gewöhnliches Grundwasser“ abgefüllt wird. Die Nestle-Tochter vermarkte hingegen die Produkte als „100-prozentiges natürliches Quellwasser“ und erfülle somit die Bestimmungen der US-Gesundheitsbehörde FDA nicht, heißt es weiter.

„Kolossaler Betrug“

Die Kläger sprechen laut dem Zeitungsbericht von einem „kolossalen Betrug“. Sie fordern die Rückerstattung des Mehrpreises, den sie für die Produkte bezahlt haben, oder auch die Verhängung eines Strafgelds gegen die US-Mineralwassersparte von Nestle. Zur Höhe einer allfälligen Zahlung werden im Bericht keine Angaben gemacht.

apa/sda

stol