„Wir sind und wollen die Nummer eins in Zentral- und Osteuropa bleiben. Die Gruppe profitiert wieder von ihrer besonders guten geografischen Positionierung. UniCredit hat mehr als andere italienische Banken unter der Krise gelitten, weil wir in vielen Ländern präsent sind. Doch heute haben wir eine beneidenswerte geografische Position, gerade, weil wir in vielen Ländern präsent sind“, kommentierte UniCredits Konzernchef Federico Ghizzoni bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse in Mailand am Freitag.Ghizzoni berichtete, dass sich die Situation in Kasachstan und in der Ukraine stabilisiert habe. „Beide Länder wachsen wieder“, erklärte der Konzernchef. Auch in der Heimat Italien seien Signale des Aufschwungs klar spürbar. „Wir beginnen endlich, positive Resultate zu sehen. Sie kommen von den Familien, von Klein- und Mittelunternehmen, vom Investment Banking und vom Corporate-Bereich“, erklärte Ghizzoni.Neue Investoren wären bei UniCredit willkommen. „Unser Ziel ist, dass die UniCredit-Aktie wächst. Wenn es interessierte Investoren gibt, sind sie willkommen“, betonte Ghizzoni. Im März hatte die UniCredit die Stimmrechte ihrer libyschen Aktionäre eingefroren und sich somit den EU-Richtlinien angepasst. Der libysche Staatsfonds LIA hält 2,6 Prozent der UniCredit-Aktien. Zusammen mit den Aktien, die der libyschen Zentralbank gehören, sind es mehr als 7,6 Prozent.UniCredit plant vorerst keine Kapitalaufstockung. Dennoch schließt Ghizzoni diese nicht ganz aus. „Wir warten und überprüfen die Lage. Wir warten auf genauere Informationen aus Brüssel, danach werden wir in der Lage sein, einen Beschluss zu fassen“, meinte der Konzernchef.apa