Zur Sanierung will der US-Autobauer nach dpa-Informationen allein an den vier Opel- Standorten in Deutschland 5300 Stellen streichen - das wäre fast jeder fünfte Arbeitsplatz. General Motors spart damit in Deutschland drastischer als es der Opel-Kaufinteressent Magna geplant hatte.Am stärksten betroffen sind das Stammwerk in Rüsselsheim mit 2400 Stellen sowie Bochum mit 2300 Stellen. Um jeweils 300 Arbeitsplätze geht es in den Werken Eisenach und Kaiserslautern, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Unternehmenskreisen erfuhr.Die Zukunft der Standorte ist damit zwar gesichert, Deutschland muss aber die Hauptlast der Restrukturierung tragen.GM hatte Anfang November den Opel-Verkauf an den Zulieferer Magna abgesagt und sich entschlossen, Opel aus eigener Kraft zu sanieren. Dies sei die beste Möglichkeit, „langfristig und nachhaltig für den Erfolg von Opel zu sorgen“, sagte GM-Europachef Nick Reilly.In ganz Europa summiert sich die Zahl auf 8700 wegfallende Jobs. Nach den Plänen von General Motors schultern Deutschland sowie Belgien mit wegfallenden 2000 Arbeitsplätzen somit die größte Last der Restrukturierung. In beiden Ländern will GM insgesamt 7300 Stellen streichen, das wären 84 Prozent des geplanten Abbaus, hieß es in Unternehmenskreisen. Ob damit das Aus des belgischen Werks in Antwerpen bevorsteht, sei aber noch unklar. Dort montieren rund 2580 Beschäftigte den Opel Astra.Seine Kapazitäten in Europa streicht der GM-Konzern um 20 Prozent zusammen, kündigte der neue GM-Europachef Reilly am Mittwoch nach einem Treffen mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch in Wiesbaden an.Für die Sanierung von Opel benötigt GM nach Angaben von Reilly etwa 3,3 Milliarden Euro und hofft dabei auch auf Staatshilfen. Die EU-Kommission fürchtet aber einen Subventionswettbewerb der Länder und hat bereits ankündigt, mögliche Beihilfen für den Autobauer auch künftig „strikt“ auf deren Vereinbarkeit mit EU-Vorschriften prüfen zu lassen.Den Brückenkredit für Opel von 1,1 Milliarden Euro hat GM inzwischen ganz getilgt. Damit liegt Opel seit Dienstag wieder ganz in der Hand des Mutterkonzerns. dpa