Während des Wettbewerbsbmussten sich die Teilnehmer einem sehr hohen fachlichen Niveau stellen. Eine große Herausforderung waren außerdem mehrere Wettbewerbsstationen, bei denen die Teams neu gemischt wurden. So bildeten immer 3 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern ein Team. Dabei galt es, neben den fachlichen Aufgaben auch noch sprachliche Barrieren zu überwinden und ohne Konkurrenzdenken zusammenzuarbeiten. Dass dies den Südtirolern gut gelungen ist, zeigt der Sonderpreis, den Evi Tschager für das beste internationale Team erhalten hat.Die Fachlehrer der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg, Andrea Schulz und Oskar Pinggera, die beide Teams vorbereitet und nach Belgien begleitet haben, stellten fest, dass fast alle Bereiche des Gartenbaus und das Können im Bereich Floristik abgeprüft wurden.Verschiedene Stationen galt es zu meisternIm Garten- und Landschaftsbau war zum Beispiel innerhalb von 3 Stunden ein kleiner Garten nach vorgegebenem Plan – mit Trockenmauer, Pflasterung, Rollrasen und Pflanzung – zu erstellen. „Diese Aufgabe kann nur ein gut eingespieltes Team in diesem engen Zeitfenster optimal lösen", fasste André Knauf, ein belgischer Landschaftsgärtner die Herausforderung dieser Station zusammen.Keine Höhenangst durfte man beim Baumklettern zeigen, bei dem die Teilnehmer eine Glocke in einer Baumkrone in 13 Metern läuten mussten. Auch hier konnte sich Evi Tschager einen Sonderpreis als beste „Barfuß-Klettererin“ sichern.Spaß stand bei der Schubkarrenrallye im Vordergrund, bei welcher die Teams in „Sicherheits-Kleidung“ Wasser in einer Schubkarre über Hindernisse transportieren mussten und schließlich in Becher abfüllten. Auch hier erhielt ein Südtiroler, Dominik Gaiser, einen Sonderpreis, da er diese Aufgabe im internationalen Team am besten löste.Der Wettbewerb wurde mit gemeinsamen Arbeiten über ein „Erasmus+"-Projekt, in das viele teilnehmende Länder involviert sind, ergänzt. So wurde zum ersten Mal auch die Imkerei an 2 Wettbewerbsstationen thematisiert, bei denen es um die Kennzeichnung von Bienenköniginnen und das Verkosten von Honigsorten und deren Zuordnung zu den entsprechenden Trachtpflanzen ging.Sehr gute Leistung der SüdtirolerNach den 3 spannenden Wettbewerbstagen stand dann bei der Siegerehrung fest, dass das Team aus Südtirol, mit Evi Tschager (Staudengärtnerei Hofer, Tschötsch), Felix Unterhofer (Gärtnerei Platter, Eppan) und Florian Unterhofer (Gartengestaltung Winkler, Aufhofen) mit 627 Punkten den 1. Platz belegten. Die mögliche Gesamtpunktzahl lag bei 778.Das 2. Team aus Südtirol mit Claudia Oberhofer (Gärtnerei Perkmann, Kaltern), Moritz Griesser (Leos Gartencenter, Sterzing) und Dominik Gaiser (Gärtnerei Schenk, Nals) konnte den hervorragenden 6. Platz belegen. In der Gesamtwertung lagen sie lediglich 39 Punkte hinter den Erstplatzierten.