Chinesische Blogs und Medien hatten zuvor unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, das Unternehmen habe bereits entschieden, sein Suchportal google.cn einzustellen und seine Büros in dem kommunistischen Land zu schließen.Die Sprecherin des Internetkonzerns kündigte jedoch an, Google werde in den kommenden Wochen das Gespräch mit der Regierung inPeking suchen. „Alles geht seinen gewohnten Gang“, betonte die Sprecherin. Das Unternehmen prüfe nach den Hacker-Angriffen von Mitte Dezember jedoch weiterhin seine internen Netzwerke.Der weltweit größte Suchmaschinenbetreiber hatte nach massiven Hacker-Angriffen aus China auf seine Computersysteme mit einemRückzug aus dem größten Internet-Markt der Welt gedroht und angekündigt, die Inhalte auf seiner Internetseite google.cn künftig nicht mehr filtern zu wollen. Die Regierung in Peking bemühte sich daraufhin, den Disput herunterzuspielen, pochte jedoch auf die Einhaltung der chinesischen Gesetze. Die US-Regierung will in den kommenden Tagen auf diplomatischem Weg offiziell eine Erklärung von der chinesischen Regierung zu den Cyber-Attacken verlangen. Auf der Internetseite google.cn wurden die meisten Inhalte am Wochenende weiterhin gefiltert. Die Kontrollen über einige Suchen, etwa die nachInformationen über die gewaltsame Niederschlagung der Studentenproteste 1989, schienen jedoch gelockert worden zu sein.Beim Start der Internetseite 2006 hatte Google erklärt, die chinesische Bevölkerung werde von dem Suchportal profitieren, da sie trotz der Zensur Zugang zu neuen Informationen gewinne.Unterdessen wurde am Wochenende bekannt, dass offenbar auch der Internetkonzern Yahoo von den Hacker-Angriffen betroffen ist. Das Unternehmen habe bereits vor einem entsprechenden Hinweis Googles von den Attacken auf die Systeme von US-Firmen gewusst, sagte eine mitder Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegensatz zu dem größeren Konkurrenten habe Yahoo sich jedoch entschieden, nicht damit an die Öffentlichkeit zu gehen. apa/reuters