Diese Sperrung würde 1 Prozent der Nutzer in jedem der 8 Länder betreffen und wäre ein einseitig von Google durchgeführter Test, um die Auswirkungen auf den Datenverkehr zu überprüfen. Ursprünglich war auch Frankreich in die Liste der betroffenen Länder aufgenommen worden, aber der Versuch wurde nach einer Entscheidung des Pariser Handelsgerichts blockiert.<BR /><BR />„Google hat weder die Presseverleger noch die Presseverlegerverbände zu dieser Studie konsultiert und sie auch nicht vorher informiert. Die Ankündigung kam daher völlig überraschend. Wir sind äußerst besorgt über den Mangel an Information und Transparenz dieser Initiative sowie über die Folgen, die sie für die europäischen Presseverleger haben könnte. Wir fordern Google daher dringend auf, die Tests mit sofortiger Wirkung auszusetzen und einen Dialog mit der europäischen Presseverlagsbranche zu beginnen, um konstruktiv und transparent einen gemeinsamen Weg zu finden“, heißt es in dem Schreiben der europäischen Verlegerverbände „European Magazine Media Association“ (EMMA), „European Newspaper Publishers' Association“ (ENPA) und „News Media Europe“ (NME), zu denen auch der italienische FIEG-Verband gehört. <h3> „Ein inakzeptabler Schritt“</h3>„Die Bedeutung journalistischer Inhalte bei Google wird seit langem diskutiert, und das Unternehmen hat sich bisher in keiner Weise transparent gezeigt. Die einseitige Ankündigung von Google, journalistische Inhalte zu reduzieren, ist nicht nur eine unangemessene Reaktion auf die Frage der Transparenz, sondern auch ein inakzeptabler Schritt“, hieß es im Schreiben der Verleger.<BR /><BR />„Wir stellen fest, dass Technologieunternehmen seit Jahren systematisch den Wert unserer journalistischen Inhalte, ohne jegliche Begründung viel geringer darstellen, als er tatsächlich ist. Vor allem bei einem digitalen Gatekeeper wie Google ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle potenziellen Studien in voller Transparenz und in Absprache mit den Verlegern durchgeführt werden, dass sie von unabhängigen Dritten getestet und überprüft werden und dass die Ergebnisse öffentlich zugänglich gemacht werden“, heißt es in der Mitteilung abschließend.