Donnerstag, 03. November 2016

Google wehrt sich weiter: EU-Wettbewerbsvorwürfe bei Shopping-Suche

Google weist die Vorwürfe der EU-Kommission, die Shopping-Suche des Internet-Konzerns benachteilige Wettbewerber, weiterhin zurück. In einer Antwort auf die aktualisierten Beschwerdepunkte der Brüsseler Behörde bekräftigte Google, das Vorgehen sei im Interesse der Nutzer und verzerre den Wettbewerb nicht.

Google weist die Vorwürfe der EU-Kommission zurück, die Shopping-Suche des Internet-Konzerns benachteilige Wettbewerber.
Google weist die Vorwürfe der EU-Kommission zurück, die Shopping-Suche des Internet-Konzerns benachteilige Wettbewerber. - Foto: © APA/EPA

Die Kommission wirft Google vor, in der Shopping-Suche eigene Dienste zu bevorzugen und damit Konkurrenten wie Preissuchmaschinen zu benachteiligen. In letzter Konsequenz können am Ende des Verfahrens eine Milliarden-Strafe und Auflagen für das Geschäftsmodell stehen.

Google: "Amazon wird nicht berücksichtigt"

Google kritisiert unter anderem, die Kommission berücksichtige nicht die Rolle des weltgrößten Online-Händlers Amazon und missachte damit, wie die meisten Menschen tatsächlich online einkauften. So habe eine jüngste Studie ergeben, dass in Deutschland ein Drittel der Online-Shopper zunächst bei Amazon suche, unabhängig davon, wo sie am Ende kauften.

Nur 14,3 Prozent schauten zunächst bei Google nach und lediglich 6,7 Prozent bei Preisvergleichs-Portalen, argumentierte Google in einem Blogeintrag am Donnerstag.

dpa

stol