Vor einer Woche ist ein Streit entbrannt: Nachdem die Marketingkooperation „Brixen Dolomites“ gegründet worden ist, haben sich die Tourismustreibenden aus Gröden zu Wort gemeldet. Und sie fanden klare Worte: „Es wirkt dreist, sich lediglich den Namen „Dolomiten„ anzueignen <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/es-gibt-zoff-brixen-und-umgebung-gehoeren-nicht-zu-den-dolomiten" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier lesen Sie mehr dazu). </a><BR /><BR />Schützenhilfe für die Grödner Touristiker kam kurze Zeit später von der Seiser Alm und aus dem Gadertal: „Das Etikettieren der Dolomiten bzw. das Schmücken mit falschen Federn ist nicht nur ein Fall von Markenschwindel, sondern führt auch zu einer inflationären Verwendung des Begriffs “Dolomiten„“, betonten diese <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/polemik-wo-dolomiten-draufsteht-sollen-auch-die-dolomiten-drin-sein" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier mehr dazu). </a><BR /><BR />Harald Pechlaner, Tourismusforscher der Eurac, warnte in einem Interview hingegen davor, zu sehr auf die Anziehungskraft der „schönsten Berge der Welt“ zu setzen – <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/werben-mit-den-dolomiten-wir-sollten-da-gut-aufpassen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">hier lesen Sie das gesamte Interview mit Pechlaner.</a><h3> Colle Isarco – Dolomitit 1100 m</h3>Dass einige Südtiroler Touristiker und Marketingexperten aber schon immer auf schlau machen wollten, zeigt ein Beispiel aus den 1950er-Jahren. Gossensass, der Ort unterhalb des Brennerpasses, machte Werbung mit den Dolomiten – obwohl geografisch komplett in einem anderen Gebiet gelegen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1130730_image" /></div> <BR /><BR />Es war im Jahre 1956, als die Werbeverantwortlichen für den Tourismus in Gossensass ein Plakat drucken ließen, mit dem sie vor allem die italienischen Touristen anlocken wollten. Darauf stand: Colle Isarco (italienisch für Gossensass) – Dolomiti 1100 m. <h3> 100 Kilometer Entfernung? Kein Problem</h3>Das Beispiel zeigt, dass man in Südtirol wohl immer schon die Dolomiten als Werbemagnet nutzen wollte – egal, ob man geografisch dazugehört oder doch 100 Kilometer entfernt, mitten in den Stubaier Alpen liegt.