Samstag, 07. Mai 2016

Griechen setzen Proteste gegen neues Sparpaket fort

Aus Protest gegen ein neues Sparprogramm mit Rentenkürzungen haben die griechischen Gewerkschaften am Samstag den zweiten Tag in Folge gestreikt.

Wieder treibt es die Griechen auf die Straße: Sie protestieren gegen ein neues Sparpaket der Regierung.
Wieder treibt es die Griechen auf die Straße: Sie protestieren gegen ein neues Sparpaket der Regierung. - Foto: © LaPresse

Wichtigste Auswirkung: Der Bereich Verkehr lag lahm. Die meisten Ägäis-Fähren blieben in den Häfen, die Eisenbahner legten ihre Arbeit nieder, der Nahverkehr in Athen und anderen Städten brach zusammen.

Im Parlament sollte am späten Vormittag eine zweitägige Debatte über das neue Bündel von Sparmaßnahmen beginnen. Die Abstimmung ist für den späten Sonntagabend geplant. Auch Journalisten legten die Arbeit für zwei Tage nieder. Im Radio und Fernsehen gab es am Samstag nur Musik und Filme.

Renten um 1,8 Milliarden kürzen, Steuern um selbe Summe erhöhen

Neben Rentenkürzungen um 1,8 Milliarden Euro sind 1,8 Milliarden Euro Steuererhöhungen vorgesehen. Zu einem späteren Zeitpunkt plant die Regierung indirekte Steuern in Höhe von weiteren 1,8 Milliarden Euro vom Parlament billigen zu lassen. Für den Samstagnachmittag und auch am Sonntag waren Demonstrationen der Gewerkschaften geplant.

Die Abstimmung gilt als Kraftprobe für die Links-Rechts-Koalition unter Ministerpräsident Alexis Tsipras. Er verfügt über eine knappe Mehrheit von 153 der 300 Abgeordneten. Die Sparmaßnahmen sind Voraussetzung für weitere Finanzhilfen für das von der Pleite bedrohte Land.

dpa

stol