Donnerstag, 09. Februar 2017

Griechenland hofft auf Einigung mit Gläubigern in kommender Woche

Im Streit über weitere Reformen hofft die griechische Regierung nach eigenen Angaben auf eine Einigung mit den internationalen Gläubigern in der kommenden Woche.

Foto: © shutterstock

Europaminister Giorgos Katrougalos sagte am Donnerstag in Brüssel, er hoffe, dass die Vereinbarung noch vor dem Treffen der Euro-Gruppe am 20. Februar stehe. „Wir versuchen ein Paket zu schnüren, das ein vernünftiger Kompromiss ist.“

Katrougalos zufolge hätte es eine Einigung schon im Dezember geben können. Schuld an der Verzögerung sei der Internationale Währungsfonds. Dieser verlangt von der Regierung in Athen größere Änderungen am Rentensystem und eine Reform der Einkommensteuer.

Die Vertreter Griechenlands und der internationalen Geldgeber stehen unter Druck, weil die Finanzminister der Eurozone die Vereinbarung am 20. Februar billigen sollen.

Wenn es größere Verzögerungen gibt, könnte es Probleme wegen der Parlamentswahlen in den Niederlanden im März geben. Zudem finden im April und Mai Wahlen in Frankreich und schließlich im September in Deutschland statt. Bis heute hat der IWF nicht erklärt, ob er sich am laufenden dritten Hilfsprogramm beteiligen wird. Sollte er sich zurückziehen, müsste sich der Bundestag nach Ansicht von Finanzminister Wolfgang Schäuble erneut mit den Milliardenhilfen befassen.

apa/dpa

stol