Freitag, 01. September 2017

Griechenland lockert Finanzkontrollen für seine Bürger

Die Regierung in Athen hat am Freitag die seit gut 2 Jahren geltenden Kapitalverkehrskontrollen leicht gelockert.

Griechen können ab Freitag bis zu 1800 Euro monatlich von ihren Konten zu einem beliebigen Zeitpunkt abheben.
Griechen können ab Freitag bis zu 1800 Euro monatlich von ihren Konten zu einem beliebigen Zeitpunkt abheben. - Foto: © shutterstock

Monatlich können die Bürger ab 1. September bis zu 1800 Euro von ihren Konten zu einem beliebigen Zeitpunkt abheben. Bisher konnten die Bürger höchstens 840 Euro alle 2 Wochen abheben.

Ziel: Kapitalkontrollen aufheben

Es sei „nur ein kleiner Schritt in die Richtung des großen Ziels, die (Kapital)Kontrollen zum geeigneten Zeitpunkt aufzuheben“, sagte ein hoher Beamter des griechischen Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Angepeilt für die Aufhebung aller Kapitalverkehrskontrollen wird vom Finanzministerium und der Notenbank der August 2018, hieß es aus Regierungskreisen. Dann endet das aktuelle griechische Spar- und Stabilisierungsprogramm.

Einschränkungen für Reisende ins Ausland

Es gelten aber weiter Einschränkungen für Reisende ins Ausland: Die Griechen können dabei höchstens 2000 Euro Bargeld mitnehmen. Die Überweisung von Geldern für den Import von Waren muss weiter von Banken genehmigt werden.

Griechenland hatte Ende Juni 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um sein Finanzsystem zu stabilisieren und seinen angeschlagenen Banken Luft zu verschaffen. Die griechische Finanzpresse schätzt, dass die Bürger aus Angst vor einem finanziellen Kollaps Geld im Volumen von 20 bis 30 Milliarden Euro gehortet haben.

apa/dpa

stol