Am Dienstag wollte der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou US- Präsident Barack Obama treffen. Experten erwarten nicht, dass Papandreou Obama um direkte Hilfe bitten wird. Papandreou ist vielmehr an einer engen Zusammenarbeit im Kampf gegen Spekulationen interessiert. Diese hätten auch bei der schweren Schuldenkrise Griechenlands eine bedeutende Rolle gespielt. Eine europäische und amerikanische Kooperation sei von “überragender Bedeutung“, damit die Krise nicht auf andere Teile der Welt übergreife, sagte Papandreou nach einem Treffen mit US-Außenministerin Hillary Clinton am Montag.Griechenland und die Europäer hätten bereits Initiativen zur stärkeren Regulierungen von Spekulationen ergriffen. „Und ich hoffe, dass es eine positive Antwort auf dieser Seite des Atlantiks gibt“, sagte Papandreou.Deutschland und Frankreich wollen nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ Spekulationsgeschäfte gegen Staaten und große Unternehmen mit einer gemeinsamen Initiative eindämmen. Dazu solle der Handel mit bestimmten Wertpapieren beschränkt oder sogar komplett verboten werden. Regierungsvertreter in Berlin und Paris kündigten nach Angaben der Zeitung (Dienstag) an, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy einen Brief an EU-Kommissionschef José Manuel Barroso schreiben wollten, und diesen zum Handeln auffordern.Zu den Verfassern der Erklärung gehörten auch der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, und der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou.Papandreou warnte vor der Gefahr, dass die dramatische Schuldenkrise seines Lande eine neue globale Finanzkrise auslösen könnte. Griechenlands massive Verschuldung - knapp 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - habe bereits Auswirkungen auf Europa, sagte Papandreou, und sie könne sehr wohl einen Dominoeffekt in Form steigender Kreditkosten für eine Reihe anderer verschuldeter Staaten nach sich ziehen.dpa