Dienstag, 28. Februar 2017

Griechischer Tourismusverband rechnet 2017 mit Erholung

Die Umsätze sollten um bis zu neun Prozent und damit auf 14,5 Mrd. Euro zulegen, hat der Chef des Branchenverbands Sete, Andreas Andreadis, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters gesagt.

Die Umsätze sollten um bis zu neun Prozent und damit auf 14,5 Mrd. Euro zulegen.
Die Umsätze sollten um bis zu neun Prozent und damit auf 14,5 Mrd. Euro zulegen. - Foto: © shutterstock

Die Zahl der Urlauber werde wohl um zwei Millionen auf 27 Millionen steigen.

Für den Umsatzrückgang von 6,4 Prozent trotz wachsender Gästezahlen im vergangenen Jahr machte Andreadis Probleme beim Umgang mit dem Zustrom an Flüchtlingen über die Ägäis verantwortlich. Dies habe die Unternehmen zu Preissenkungen gezwungen.

Heuer will Griechenland auch von Schwierigkeiten anderer Urlaubsländer am Mittelmeer profitieren. Anders als die Türkei und Ägypten gelte Griechenland als sicheres Reiseziel und in Spanien seien die Preise gestiegen, sagte Andreadis. Dies mache Griechenland attraktiver. Erste Buchungsdaten deuteten auf eine anziehende Nachfrage aus Deutschland, Großbritannien und Russland.

Die Prognose hänge aber auch von der Entwicklung im Schuldenstreit mit den Euro-Partnern und die Auszahlung weiterer Finanzhilfen ab. „Das ist ein erhebliches Risiko. Wenn es hier kein Happy End gibt, kann das die Nachfrage und Gästezahlen beeinflussen.“ Der Tourismus macht rund 18 Prozent der griechischen Wirtschaftsleistung aus, die nach jahrelanger Rezession der Regierung zufolge 2017 um 2,7 Prozent wachsen soll.

apa/reuters

stol