150 Kilometer von der Hauptstadt Nuuk entfernt soll das britische Unternehmen London Mining 15 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr abbauen, wie die Regierung am Donnerstagabend beschloss. ?Das ist ein historischer Moment f?r Gr?nland?, sagte Industrie- und Bergbauminister Jens-Erik Kirkegaard. Es handle sich um ?das bisher gr??te kommerzielle Vorhaben? in Gr?nland und werde auf Besch?ftigung sowie Staatseinnahmen positive Auswirkungen haben. Bisher h?ngt das autonome Gebiet Gr?nland am Tropf D?nemarks, mehr als ein Drittel des Haushalts ?berweist Kopenhagen. Die Menschen auf der Insel verdienen ihr Geld vor allem mit Fischfang und Landwirtschaft.London Mining soll das ?ndern. Bisher steht die Finanzierung f?r den Abbau des Eisenerzes zwar noch nicht. Sobald dies aber der Fall ist, sollen drei Jahre lang bis zu 3.000 Arbeiter die Eisenerzmine einrichten, f?r den Betrieb rechnet London Mining mit 810 Besch?ftigten ? die H?lfte davon soll von der Insel kommen. Die Steuereinnahmen sollen dem Unternehmen zufolge 3,8 Milliarden Euro in 15 Jahren betragen ? diese Summe w?rde das Budget des Staates um 20 Prozent vergr??ern.Die Pl?ne zum Uranabbau sind auf der Insel stark umstritten. Am Mittwochabend hatten 400 Menschen gegen Abbau protestiert, der seit 1988 komplett verboten war. Die erst in diesem Jahr gegr?ndete gr?n-sozialistische Partei der Ureinwohner, die Inuit-Partei, trat deswegen aus der Regierungskoalition aus. Die Stimmen der Sozialdemokraten und der Konservativen reichten aber aus: Das Parlament beschloss den Uranabbau am Donnerstag mit 15 zu 14 Stimmen bei einer Enthaltung.Die sozialdemokratische Partei Siumut hatte mit der Forderung nach der Ausbeutung der Rohstoffe in Gr?nland im M?rz die Wahlen gewonnen. Erste Regierungschefin des Landes wurde Aleqa Hammond. Sie sagte, Gr?nland habe das Potenzial, ein wichtiger Uran-Exporteur zu werden ? ?unter den ersten zehn, wenn nicht den ersten f?nf der Welt?.apa/afp