Er hoffe, die USA würden auf den Zug aufspringen. Bis zum nächsten G-20-Gipfel im Juni werde es zwar noch nicht soweit sein. Das liege auch daran, dass Kanada als Ausrichter des Juni-Treffens Zweifel am Sinn einer Sondersteuer hege. Brown will eine Einigung aber beim übernächsten Treffen der 20 wichtigsten Volkswirtschaften im November unter Dach und Fach haben.Die deutsche Regierung hatte bereits Ende März eine Bankenabgabe auf den Weg gebracht, mit der 1,2 Mrd. Euro aufgebracht werden sollen. Mit der neuen Strafgebühr für alle Institute und schärferen Regeln soll für künftige Finanzkrisen vorgesorgt werden. Die Abgabe soll riskante Geschäfte eindämmen und verhindern, dass einzelne Großbanken die ganze Wirtschaft gefährden. In Österreich will die Regierung 500 Mio. Euro durch eine solche Abgabe fürs Budget ab Anfang 2011. Über die Bemessungsbasis (Bundeskanzler Werner Faymann präferiert die Bilanzsumme) wird noch gerungen.Brown sei noch unentschlossen, ob Großbritannien Vermögenswerte oder Risiken der Banken besteuern wolle, schreibt die „Financial Times“ weiter. Zudem habe er noch keine Vorstellungen darüber, wieviel Geld die Sonderabgabe bringen soll.Die Amerikaner wollen ihren Banken 10 Mrd. Dollar (7,43 Mrd. Euro) abnehmen. Brown sagte, er sei sich mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einig, es solle den Ländern überlassen bleiben, was mit dem Geld geschehen solle.Auch Spanien denkt über die Einführung einer Bankenabgabe nach. Wenn Europa sich dafür entscheide, werde ihr Land nicht abseitsstehen, sagte Wirtschaftsministerin Elena Salgado der Zeitung „El Publico“.Jose Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission, brachte den Vorschlag ein, das Geld solle in Entwicklungshilfe und Klimaschutz fließen. In Deutschland soll die Steuer in einen Fonds für künftige Bankenpleiten gehen. Brown sieht darin allerdings einen Anreiz für Banken, besonders riskante Transaktionen vorzunehmen.dpa/apa/reuters