Samstag, 24. April 2021

Große Besorgnis bei Mitarbeitern der Krankenhaus-Bars Bozen und Meran

Rund 30 Angestellte Krankenhaus-Bars von Bozen und Meran warten immer noch auf ihr Gehalt. Letzte Woche erfuhren sie aus den Medien, dass das Unternehmen Sirio Spa mit Sitz in Ravenna, das die Krankenhaus-Bars betreibt, wegen Verdacht auf Betrug und Informatik-Betrug unter Zwangsverwaltung gestellt und der Vorstand abgesetzt wurde. Die Nachricht wurde mit großer Besorgnis von den Mitarbeitern aufgenommen.

Mitarbeiter der Krankenhaus-Bars Meran (im Bild, Archivbild) und Bozen sind besorgt.
Badge Local
Mitarbeiter der Krankenhaus-Bars Meran (im Bild, Archivbild) und Bozen sind besorgt. - Foto: © LPA/Sirio AG
Bereits seit Monaten hatten die Angestellten mit Zahlungsverzögerungen zu kämpfen und ebenso mit Problemen bei der Arbeitsorganisation, einem massiven Einsatz der sozialen Abfederungsmaßnahmen sowie mit Einstufungen, die nicht mit den ausgeführten Aufgaben übereinstimmten.

Die Fachgewerkschaft UILTuCS Trentino Alto Adige-Südtirol, die die Angelegenheit seit einiger Zeit verfolgt, hatte den Südtiroler Sanitätsbetrieb als Auftraggeber bereits über die Schwierigkeiten und nun auch über die unerwarteten rechtlichen Entwicklungen informiert.

Personal besteht fast ausschließlich aus Frauen

Laut Walter Largher, Generalsekretär der UILTuCS TAAS, „befindet sich das Personal, das fast ausschließlich aus Frauen besteht, in großen finanziellen Schwierigkeiten und ist seit geraumer Zeit einem enormen Druck ausgesetzt, weil es nicht mehr in der Lage ist, regelmäßige Hypotheken- oder Mietzahlungen zu leisten und immer noch nicht weiß, wie es tatsächlich um das Unternehmen Sirio Spa steht.“

„Selbst in den dunkelsten Tagen der Pandemie haben die Angestellten der Krankenhausbars den vom Covid-19-Notstand erschöpften Personal und den Besuchern der Gesundheitseinrichtungen mit Professionalität und Freundlichkeit eine Tasse Kaffee und eine warme Mahlzeit angeboten; ein Kaffee, der heute allerdings für sie und ihren Familien, immer bitterer wird“, erinnert Elisa Lascialfari, eine Funktionärin der UILTuCS,

Die Gewerkschaft UILTuCS, so die Schlussfolgerung, wird alle notwendigen Maßnahmen treffen, um die Gesundheit und Würde der betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter zu schützen.

stol