Donnerstag, 24. März 2016

Großfusion von italienischen Banken

Auf dem angeschlagenen italienischen Bankenmarkt steht eine richtungsweisende Fusion an.

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Die Banco Popolare aus Verona und die Banca Popolare di Milano (BPM) verständigten sich am Mittwochabend auf einen Zusammenschluss. Mit einer Bilanzsumme von 171 Milliarden Euro und mehr als 25 000 Beschäftigten entsteht so das drittgrößte Geldhaus des Landes nach den beiden Schwergewichten Unicredit und Intesa Sanpaolo.

An dem fusionierten Institut sollen die Eigentümer der Banco Popolare mit 54 Prozent die Mehrheit halten. Der Zusammenschluss soll im Dezember perfekt sein.

Die Einigung der beiden Volksbanken gilt als wichtiges Signal für den stark zersplitterten Bankensektor Italiens, der nach jahrelanger Wirtschaftskrise auf faulen Krediten von rund 360 Milliarden Euro sitzt. Ein Großteil dieser Problemforderungen liegt bei den zahlreichen kleinen Instituten des Landes. Darunter leidet die Vergabe neuer Kredite. Politik und Bankaufseher drängen seit langem zu Zusammenschlüssen, um die Branche zu stabilisieren und wettbewerbsfähiger zu machen.

Banco Popolare und Banca Popolare di Milano (BPM) konzentrieren sich auf die norditalienischen Regionen Lombardei, Piemont und Venetien. Sie haben zusammen rund 2500 Filialen und mehr als vier Millionen Kunden. Landesweit kommt die neue Bank, die an der Mailänder Börse gehandelt werden soll, auf einen Marktanteil von rund acht Prozent. Der aktuelle Marktwert liegt bei 5,5 Milliarden Euro.

dpa

stol