Die Grünen forderten in ihrem Antrag dem sofortigen Ausstieg des Landes aus der Gesellschaft Air Alps und die Sicherstellung der Verbindungen Bozen-Rom mit Schnellzügen. „Letzteres ist inzwischen wieder gewährleistet, die Flugverbindung ist deshalb kein notwendiger öffentlicher Dienst mehr“, meinte der Grünen-Abgeordnete Riccardo Dello Sbarba. Es fehle also genau diese Eigenschaft, die vor einem Jahr der Landesregierung als Begründung diente, um denselben Antrag abzulehnen. Land und Region hätten sechs Millionen Euro in die Air Alps investiert, die Investition habe sich in der Zwischenzeit stark entwertet. Die Flugverbindung sei mittlerweile ausgeschrieben worden, es gebe also kein öffentliches Interesse an einer direkten Beteiligung der Air Alps, die mittlerweile zu zwei Dritteln der österreichischen Welcome Air gehöre, so Dello Sbarba.Eva Klotz von der Süd-Tiroler Freiheit erklärte, dass sie es sinnvoll fände, in einen modernen Bahnhof in Bozen zu investieren, da der Flughafen nicht funktioniere. Diesbezüglich führte sie ein Beispiel über verlorenes Gepäck an.Dagegen fand Landesrat Thomas Widmann, der Antrag der Grünen sei im Wesentlichen überholt. Die Fluglinie sei ausgeschrieben worden, die Zugverbindung wieder hergestellt. Man sei in Verhandlungen mit ÖBB und DB, um eine weitere gute Verbindung nach Rom zu bekommen. Air Alps habe die Ausschreibung für die Flugverbindung Bozen-Rom gewonnen, auch diese Verbindung sei also gesichert. Missgeschicke mit Gepäck gebe es auch bei anderen Fluglinien und Flughäfen. Klotz nehme den Innsbrucker Bahnhof als Beispiel, der gut funktioniere. Trotzdem gebe es mehr Flugverbindungen Innsbruck-Wien an einem Tag als von Bozen nach Rom in einer Woche. „Südtirol kann und wird sich den Flughafen leisten und wir werden uns um weitere Anbindungen bemühen“, so Widmann.Der Antrag der Günen wurde mehrheitlich abgelehnt – der Teil zur Air-Alps-Beteiligung namentlich mit fünf Enthaltungen sowie zehn Ja- und 17 Nein-Stimmen.