Mittwoch, 11. Oktober 2017

Grünes Licht für Hochspannungsleitung Nauders-Glurns

Das grenzübergreifende Projekt zur Verbindung der Hochspannungsleitungen zwischen Österreich und Südtirol kommt voran. Am Dienstag haben die vier Vertragspartner diesseits der Grenze den Projektvarianten der sogenannten Interconnector-Linie grünes Licht gegeben.

Im Bild von links: Ulrich Veith, Bürgermeister von Mals, Adel Motawi, Terna, Landesrat Richard Theiner und Heinrich Noggler, Bürgermeister von Graun/Vinschgau bei der Projektunterzeichnung. - Foto: LPA/Dell'Osso
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Im Bild von links: Ulrich Veith, Bürgermeister von Mals, Adel Motawi, Terna, Landesrat Richard Theiner und Heinrich Noggler, Bürgermeister von Graun/Vinschgau bei der Projektunterzeichnung. - Foto: LPA/Dell'Osso

Das Land Südtirol, der Betreiber des italienischen Hochspannungsnetzes, Terna, und die beiden Vinschger Gemeinden Mals und Graun. Der Unterzeichnung vorausgegangen war eine intensive Zusammenarbeit, die mehr als zwei Jahre in Anspruch genommen hat und zu einer weitgehenden Einigung zwischen den vier Partnern bei der Festlegung des Trassenverlaufs dieser Leitung führte.

Terna wird die neue zur Gänze unterirdisch verlaufende Stromverbindung mit einer Leistung von 220 Kilovolt bauen. Diese wird über eine Strecke von 24 Kilometern die Ortschaft Nauders in Nordtirol über den Reschenpass mit dem Glurnser Netzknoten verbinden, der für diesen Zweck ausgebaut wird.

Solche Verbindungen ermöglichen es nicht nur, die Stromnetze von Nachbarländern besser zu integrieren und den verfügbaren Strom im Austausch effizienter zu nutzen. Dadurch wird es auch möglich, günstigeren Strom aus dem Ausland ins Land zu bringen.

Beteiligung der betroffenen Bevökerung

Um die betroffenen Bürger und die Institutionen besser einzubeziehen, hatte Terna in der Zeit zwischen 2015 und 2016 mehrere Informationstage in Mals und Graun organisiert. Dabei wurde nicht nur das Projekt erläutert, es wurden auch Anregungen und Wünsche der Teilnehmer gesammelt und bewertet.

"Durch die gute Zusammenarbeit ist es gelungen, das Projekt so umzusetzen, dass es landschaftsschonend realisiert wird und möglichst wenig negative Auswirkungen für Land und Leute mit sich bringt", fasste Landesrat Theiner nach der Unterzeichnung die Entwicklung zusammen.

lpa/stol

stol