Dienstag, 14. Juni 2016

Gucci von der Stange: Produktpiraterie in Italien floriert

In Italien, in dem der Privatkonsum immer noch nicht richtig in Schwung kommt, floriert das illegale Geschäft mit der Produktpiraterie wie noch nie.

Luis Vuitton und Gucci von der Stange: Die Produktpiraterie in Italien floriert nach wie vor.
Luis Vuitton und Gucci von der Stange: Die Produktpiraterie in Italien floriert nach wie vor. - Foto: © shutterstock

6,9 Milliarden Euro haben die Italiener im vergangenen Jahr für Plagiate ausgegeben. Dies entspricht einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber 2012.

Würde man die Plagiate auf dem legalen Markt verkaufen, wäre die Jahresproduktion der italienischen Industrie um 18,6 Milliarden Euro höher, schätzt das Statistikamt Censis. 100.515 legale Arbeitsplätze könnten damit entstehen. Steuergelder in Höhe von 5,7 Milliarden Euro würden den Staatskassen zufließen.

Produktkopien stammen aus Osteuropa, Südostasien oder - Neapel

Der Schaden für die Industrie ist groß: Oft werden die Märkte mit Plagiaten von gut eingeführten Produkten wie Gucci, Prada, Versace überschwemmt - der Umsatz des Originalherstellers leidet. Die Produktkopien kommen dabei meist aus Osteuropa, Südostasien, oder Neapel.

Am häufigsten werden Kleider und Accessoires geklont, die einen illegalen Jahresumsatz von 2,2 Milliarden Euro generieren. Vor allem gefälschte Sportkleidung und Accessoires wie Taschen und Geldbörsen werden kopiert. Auch CDs und DVD zählen zu den am häufigsten gefälschten Produkten.

Ihr Verkauf beschert den Fälschern einen Umsatz von fast zwei Milliarden Euro. 

mit

stol