Mittwoch, 05. Dezember 2018

Gutes Jahr für Südtiroler Gemüse und Beeren

Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, Kartoffeln, Blumenkohl oder Rote Rüben mit Qualitätszeichen Südtirol: Das Jahr 2018 zauberte den Bauern ein Lächeln ins Gesicht. Insgesamt war es ein Jahr mit guten Erntemengen, sehr guter Qualität und zufriedenstellenden Preisen.

Die Erdbeerernte stieg im Vergleich zu 2017 um 32 Prozent auf 432 Tonnen. Grund dafür war ein idealer Witterungsverlauf ohne Spätfröste. - Foto: IDM
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Die Erdbeerernte stieg im Vergleich zu 2017 um 32 Prozent auf 432 Tonnen. Grund dafür war ein idealer Witterungsverlauf ohne Spätfröste. - Foto: IDM

Markus Tscholl, Versteigerungsleiter der Egma Obstversteigerung in Vilpian durfte 2018 unter anderem für 93 Tonnen Erdbeeren, 18 Tonnen Himbeeren und 118 Tonnen Kirschen Abnehmer suchen. „Die Preise für die Erdbeeren waren sehr gut“, freut sich Tscholl, „während sie bei Himbeeren deutlich niedriger als 2017 waren.“ Sehr groß war das Interesse der Käufer bei den Kirschen. Die Qualität der Früchte war gut bis sehr gut, es gab weder Probleme mit der Haltbarkeit noch mit der Kirschessigfliege.

Größte Kirschenernte im Vinschgau überhaupt 

Reinhard Ladurner, Geschäftsfeldleiter der VI.P für Gemüse und Kirschen, kann die bisher größte Kirschenernte im Vinschgau überhaupt vermelden: 500 Tonnen in sehr guter Qualität. Die Abnahmepreise der Kirschen waren bis Ende Juli ebenfalls gut. „Ihren Teil zum erfolgreichen Jahr beigetragen hat die automatische Sortiermaschine. Sie macht es möglich, die Kirschen mit hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit nach Größe, Qualität und Farbe zu sortieren“, sagt Ladurner.

Beim Blumenkohl gab es mit 3500 Tonnen die größte Erntemenge seit fast 10 Jahren, auch mit dem Absatz ist Ladurner zufrieden. Die gute Marktposition will man erhalten, indem man unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Versuchszentrum Laimburg nach neuen Sorten Ausschau hält.

Kartoffeln: Guter Vegetationsverlauf und super Erntewetter 

Hanspeter Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft ist mit der Kartoffelernte zufrieden. Auf einen guten Vegetationsverlauf ohne Schäden durch Trockenheit oder Hitze folgte ein optimales Erntewetter. So entwickelten die Kartoffeln eine feste Schale und sind lange lagerfähig. Die Ernte ergab 4600 Tonnen Erdäpfel, welche die 100 Genossenschaftsmitglieder auf 145 Hektar Ackerland ernteten. Da in wichtigen europäischen Anbaugebieten wegen der extremen Hitze Ernteeinbußen von rund einem Drittel zu verzeichnen waren, konnten die Kartoffeln zu guten Preisen abgesetzt werden. Die Ernte der Roten Rüben verlief ebenfalls problemlos, 2400 Tonnen auf 30 Hektar bedeuten wesentlich höhere Erträge als 2017.

Erdbeerernte ohne Spätfröste 

Die Erdbeerernte stieg im Vergleich zu 2017 um 32 Prozent auf 432 Tonnen. Grund dafür war ein idealer Witterungsverlauf ohne Spätfröste, berichtet Gerhard Eberhöfer, Geschäftsfeldleiter der VI.P für Beeren. Die Vermarktungssaison begann Anfang Juni mit sehr guter Nachfrage und entsprechend guten Preisen. Im Anbau setzt man verstärkt auf sogenannte wiedertragende Sorten, die man mehrere Male pro Saison abernten kann, bei günstiger Witterung bis Oktober. Zum Sortiment gehören weitere Beerenfrüchte wie Himbeeren mit einer Ernte von 25 Tonnen sowie Heidelbeeren, Brombeeren und schwarze Johannisbeeren.

Die gesamte Gemüse- und Beerenernte wird fast ausschließlich in Italien verkauft, sowohl im Großhandel wie auch im Lebensmitteleinzelhandel. Überwiegt bei den Kirschen der Großhandel mit 60 Prozent, gehen von den Erdbeeren rund 60 Prozent in den Einzelhandel – Tendenz steigend.

stol

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