Mittwoch, 16. Oktober 2019

Härteteste für Italiens neue Regierung

Italiens neuer Regierung steht der erste europäische Härtetest bevor: Sie muss bei den EU-Partnern ihren Haushalt für 2020 durchbringen. Angesichts der hohen Verschuldung des Landes keine einfache Übung, wie der aktuelle „WIKU“ aufzeigt.

Der Chigi-Palast, Sitz der Regierung in Rom.
Der Chigi-Palast, Sitz der Regierung in Rom. - Foto: © ANSA / GIUSEPPE LAMI

Am Dienstag, 15. Oktober, ist die Frist zum Einreichen der Budget-Pläne in Brüssel abgelaufen. Eines der größte Problem Italiens ist alt bekannt: Der Stiefelstaat weist mit mehr als 2,3 Billionen Euro eine der höchsten Staatsverschuldungen der Welt auf.

Die Schuldenquote – das ist der Verhältnis der Gesamtverschuldung zur Wirtschaftsleistung – liegt bei 135,7 Prozent des BIP. In der Eurozone sind lediglich 60 Prozent erlaubt. Ab dem kommenden Jahr soll die Schuldenquote zwar leicht sinken, doch ist man sicher noch weit von den Vorgaben des Fiskalpaktes entfernt.

Die Frage ist nun: Wird Brüssel Milde walten lassen und Italien die geforderte „Flexibilität“, sprich ein höheres Defizit, zugestehen?



stol

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